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RaketenstartJapan und Südkorea kritisieren Nordkoreas geplanten Satellitenstart – Widerstand angekündigt

Nordkorea will offenbar zwischen dem 31. Mai und dem 11. Juni einen Satelliten per Rakete ins All zu transportieren. Japan versetzt seine Raketenabwehr in Alarmbereitschaft. 29.05.2023 - 09:49 Uhr

Japan und Südkorea haben mit Protest auf den von Nordkorea angekündigten Start eines Satelliten reagiert. Jeder nordkoreanische Raketenstart stelle einen schweren Verstoß gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates dar, in denen Atom- und Raketenaktivitäten Nordkoreas verurteilt werden, sagte der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida am Montag. „Wir fordern Nordkorea nachdrücklich auf, den Start zu unterlassen“, erklärte sein Büro auf Twitter. Auch das südkoreanische Außenministerium rief Nordkorea auf, den Plan zurückzuziehen.

Die Regierung in Tokio hatte mitgeteilt, dass Nordkorea sie über das Vorhaben informiert habe, zwischen dem 31. Mai und dem 11. Juni einen Satelliten per Rakete ins All zu transportieren. Japan setzte daraufhin seine Raketenabwehr in Alarmbereitschaft und kündigte an, jedes Projektil abzuschießen, das sein Territorium bedrohe.

Der japanische Kabinettschef Hirokazu Matsuno erklärte, ein Raketenstart durch Nordkorea betreffe die Sicherheit der japanischen Bürgerinnen und Bürger – auch wenn er als Satellitenstart bezeichnet werde. Es bestehe die Möglichkeit, dass der Satellit das Territorium Japans überquere. Man gehe davon aus, dass Nordkorea die Rakete, die seinen Satelliten trägt, wie bereits beim Satellitenstart 2016 über die südwestliche Inselkette abfeuern werde, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Warnungen kamen auch aus Südkorea. Sollte der Start tatsächlich erfolgen, werde Nordkorea einen Preis dafür zahlen und schmerzvolle Konsequenzen zu spüren bekommen, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Seoul am Montag.

Das atomar bewaffnete Nordkorea hat in den vergangenen Monaten eine Reihe von Raketen und Waffen getestet, darunter eine neue ballistische Interkontinentalrakete mit festem Treibstoff. Eigenen Angaben zufolge hat das weitgehend isolierte Land auch seinen ersten militärischen Spionagesatelliten fertiggestellt.

Staatschef Kim Jong Un habe im Mai eine militärische Satellitenanlage inspiziert, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Er habe die letzten Vorbereitungen für einen Start genehmigt.

Nordkorea hatte zuvor das Vorhaben Südkoreas, mit Japan und den USA Echtzeitdaten über nordkoreanische Raketenstarts auszutauschen, als „unheilvolle Maßnahmen“ zur Verstärkung der militärischen Zusammenarbeit kritisiert.

rtr
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