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Raketentest USA drohen Nordkorea mit „völliger Zerstörung“

Der jüngste Raketentest Pjöngjangs soll nach dem Willen der USA mit stärkeren Strafmaßnahmen gerügt werden. Vor einem Krieg warnte die UN-Botschafterin der USA. Ein solcher würde fatale Folgen für Nordkorea haben.

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Nach dem erneuten Test einer Interkontinentalrakete die amerikanische Regierung im Falle eines Krieges mit „völliger Zerstörung“. Quelle: AP

Nach dem nordkoreanischen Raketentest fordern die USA härtere Sanktionen gegen Pjöngjang. US-Präsident Donald Trump versprach am Mittwoch (Ortszeit) weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea. Trump sprach mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über den jüngsten nordkoreanischen Raketentest. China und Russland riefen Nordkorea bei einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats dazu auf, Waffentests zu unterlassen.

Trump twitterte, er habe mit Xi über die Provokationen durch Nordkorea geredet: „Weitere bedeutende Sanktionen werden heute gegen Nordkorea verhängt. Diese Situation wird angegangen!“ Das Weiße Haus teilte mit, Trump habe in dem Gespräch die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten verdeutlicht, sich selbst und ihre Verbündeten zu verteidigen. Der Präsident habe außerdem betont, dass China all sein Gewicht einsetzen müsse, um Nordkorea von seinen Provokationen abzubringen und auf den Weg der Denuklearisierung zurückzukehren.

UN-Botschafterin Nikki Haley sagte bei einer Dringlichkeitssitzung vor dem Weltsicherheitsrat, der nordkoreanische Raketentest bringe „uns näher an einen Krieg“, den die USA nicht anstrebten. Sollte ein Krieg infolge weiterer nordkoreanischen „Aggressionen“ entstehen, werde das Regime in Pjöngjang vollkommen zerstört, so Haley. Die Zukunft des Landes liege in den Händen der dortigen Führung. Sie forderte, dass alle Nationen sämtliche Beziehungen zu Nordkorea abbrechen.

Bei dem Treffen des UN-Sicherheitsrats wiederholte der stellvertretende Botschafter Chinas, Wu Haitao, den Vorschlag der Volksrepublik und Russlands, dass Nordkorea seine Waffentests einstellen solle, wenn im Gegenzug auch die USA und Südkorea ihre gemeinsamen Militärmanöver unterließen. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja unterstützte den Vorstoß. Die für Dezember geplanten Manöver entflammten nur eine bereits explosive Situation, so Nebensja. Russland sei hochgradig enttäuscht von Nordkoreas jüngstem Raketentest. Das Land sei nicht daran interessiert, dass Pjöngjang eine Atommacht werde, so der Botschafter.

Nordkorea hatte am Mittwoch einen neuen Raketentyp getestet, mit dem es nach eigenen Angaben das gesamte US-Territorium treffen könnte.

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