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Ralph Northam Gouverneur von Virginia revidiert Aussage zu rassistischem Foto

Northam hatte sich für ein Foto von einer Person mit schwarzem Gesicht und einer zweiten in Ku-Klux-Klan Robe entschuldigt. Nun meint er, er sei nicht darin zu sehen.

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Der Demokrat geht bislang nicht auf Rücktrittsforderungen ein. Quelle: dpa

Richmond Die Forderungen eines Rücktritt des Gouverneurs von Virginia, Ralph Northam, werden immer lauter. Innerhalb von 24 Stunden entschuldigte sich Northam zunächst für ein Foto von einer Person mit schwarzem Gesicht und einer zweiten Person in Ku-Klux-Klan-Robe. Kurze Zeit später gab er jedoch an, er sei nicht darin zu sehen. Er habe sich für „Inhalte“ entschuldigt, die auf seiner Profilseite in dem Jahrbuch seiner medizinischen Hochschule von 1984 enthalten gewesen seien.

„Das bin definitiv nicht ich“, sagte er zu Reportern in Richmond. Er bezeichnete den Schnappschuss als beleidigend und abscheulich. Northam gab zu, einst Schuhcreme benutzt zu haben, um sein Gesicht für ein Michael-Jackson-Kostüm dunkler zu machen, das er für einen Tanzwettbewerb 1984 in Texas angefertigt habe. Northam sagte, er bedauere, dass er nicht „das schädliche Vermächtnis einer Aktion wie dieser“ verstanden habe.

Kurz nachdem Northam gesprochen hatte, forderte der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Tom Perez, den Rücktritt des Parteimitglieds. Seit Freitag haben unter anderem die Demokratische Partei von Virginia, der Generalstaatsanwalt von Virginia, Mark R. Herring, und Top-Republikaner in der Generalversammlung von Virginia den Rücktritt von Northam zu erwirken versucht. Auch mehrere Präsidentschaftsbewerber der Demokratischen Partei waren für einen Rücktritt.

Northam wurde von Reportern aufgefordert zu erklären, warum er am Freitag eine Entschuldigung ausgesprochen habe, wenn er nicht in dem Foto zu sehen sei. „Meine erste Absicht...war es, den Kontakt zu suchen und mich zu entschuldigen“, sagte Northam. Nachdem er das Foto untersucht und sich mit Kommilitonen beraten habe, sei er „überzeugt, dass das nicht mein Foto ist“.

Ein schwarzer früherer Student der Eastern Virginia Medical School, der mit Northam seinen Abschluss dort machte, Walt Broadnax, sagte telefonisch am Samstag, Northam sei kein Rassist. Die Hochschule hätte es nicht toleriert, dass jemand zu einer Party mit schwarz angemaltem Gesicht gehe, sagte Broadnax. Der Staat Virginia hat eine Geschichte der Sklaverei.

Northam wurde in letzter Zeit von Republikanern vorgeworfen, er unterstütze Babymord, weil er gesagt hatte, dass er für einen Gesetzentwurf eintrete, der Lockerungen von Einschränkungen für Abtreibungen spät in der Schwangerschaft unterstützt.

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