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Reaktion auf Brexit EU will Kapitalmarktunion vorantreiben

Bis zur Europawahl 2019 will die EU-Kommission mit Blick auf den Brexit eine gemeinsame Kapitalmarktunion auf den Weg bringen.

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Zu den Kommissionsplänen gehören unter anderem gemeinsame Regeln für den Handel mit gedeckten Schuldverschreibungen wie Pfandbriefen. Quelle: dpa

London Die EU-Kommission fordert mit Blick auf den geplanten britischen EU-Austritt mehr Anstrengungen zur Schaffung einer gemeinsamen Kapitalmarktunion. „Bis zum Eintritt des Brexit müssen die Voraussetzungen für einen wahrhaft einheitlichen Kapitalmarkt gegeben sein“, sagte Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis am Montag. Großbritannien will am 29. März 2019 die EU verlassen. Mit London liegt damit künftig das größte Finanzzentrum in Europa außerhalb der Staatengemeinschaft. Wie die Handelsbeziehungen zwischen der britischen Finanzwirtschaft und der EU dann gestaltet werden, ist immer noch offen.

Es sei entscheidend, dass die EU-Länder und das EU-Parlament noch vor der Europawahl 2019 alle Maßnahmen über die Ziellinie bringen, sagte Dombrovskis. Zu den Kommissionsplänen gehören unter anderem gemeinsame Regeln für den Handel mit gedeckten Schuldverschreibungen wie Pfandbriefen. Alle Vorschläge müssen mit dem EU-Parlament und den Mitgliedsländern abgestimmt werden. Die Kapitalmarktunion ist ein Kernprojekt der EU-Kommission. Sie soll Firmen mehr Möglichkeiten geben, jenseits von Krediten Geld an den Finanzmärkten einzusammeln. Bislang überwiegt in der EU noch die Finanzierung über Banken.

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