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Reaktion auf Coronakrise Conte kündigt Wirtschaftsreformen an

Italien steckt in einer schweren Wirtschafts- und Schuldenkrise. Mit wirtschaftspolitischen Reformen will Ministerpräsident Conte nun umsteuern.

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Der Ministerpräsident von Italien will die Wirtschaft reformieren. Quelle: dpa

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat als Reaktion auf die Coronavirus-Krise wirtschaftspolitische Reformen angekündigt. In Rom sagte er am Donnerstag im Parlament, Bürokratie solle abgebaut, die Führung von Unternehmen verbessert und Investitionen erleichtert werden.

Es werde ein „Vereinfachungsdekret“ geben, um Kapital aus dem Ausland anzulocken. Von der Pandemie stark getroffene Unternehmen sollen zudem Kapitalspritzen bekommen. Wenn das Land jetzt in der Not nicht voranschreite, werde dies vermutlich in der Zukunft gar nicht passieren.

Die berüchtigte Bürokratie sowie wenig arbeitgeberfreundliche Vorgaben gelten als ein Grund, warum Italien seit Jahren ein geringeres Wirtschaftswachstum als andere europäische Länder aufweist. Wegen der Pandemie droht Italien, das besonders stark betroffen ist, nach Schätzung der EU-Kommission dieses Jahr ein Einbruch der Wirtschaftsleistung um 9,5 Prozent - deutlich mehr als beispielsweise in Deutschland.

In italienischen Regierungskreisen hieß es, überprüft würden unter anderem Regeln, die es Unternehmen erschwerten, ins Ausland abzuwandern. Das gelte auch für Regelungen, die italienische Aktionäre bei Übernahmeversuchen bevorzugten.

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