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Reaktion auf jüngste Trump-Eklats Deutsche Politiker fordern europäische Antwort auf Trumps Angriffe

Auf seiner Europareise ist US-Präsident Trump durch seine Provokationen aufgefallen. Die deutsche Politik fordert daher ein Zusammenrücken Europas.

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Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert ein geschlossenes europäisches Auftreten. Quelle: dpa

Berlin Als Reaktion auf die jüngsten von US-Präsident Donald Trump provozierten Eklats hat Unionsfraktionschef Volker Kauder die europäischen Staaten aufgefordert, enger zusammenzurücken und mit einer Stimme zu sprechen. „Nur wenn Europa geschlossen auftritt, bleibt unser Kontinent mit den USA auf Augenhöhe“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Das gelte für den Handelsstreit wie auch für Sicherheitsfragen. Gerade mit Blick auf die Krisen vor Europas Haustür müssten die Europäer mehr sicherheitspolitische Verantwortung übernehmen. Mit Trump sei ein Stück Verlässlichkeit weggebrochen.

FDP-Fraktionschef Christian Lindner forderte als Reaktion auf Trump ebenfalls ein selbstbewussteres Europa. „Die Antwort auf Donald Trump muss ein Europa sein, das seine Interessen gemeinsam vertritt. Wenn er eine Sprache versteht, dann ist es die der Entschlossenheit.“ Auch Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht verlangte eine „selbstbewusste Außenpolitik, damit wir nicht von einem Hasardeur in eine Aufrüstungsspirale und neue Kriege hineingezogen werden“.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, Europa müsse „gerade in Energiefragen endlich unabhängig von Amerika werden“. Energiepolitisch dürfe Europa „weder vom autoritären Russland noch von der immer unberechenbareren US-Administration abhängig bleiben“, sagte Hofreiter den Funke-Zeitungen. „Das gelingt nur, wenn wir konsequent auf Erneuerbare Energien setzen.“

Trump hatte auf seiner siebentägigen Europareise, die am Montag zu Ende gegangen war, die US-Verbündeten mehrfach vor den Kopf gestoßen. So sorgte er beim Nato-Gipfel für einen Eklat. Gegen Deutschland wetterte er wegen seiner Energie- und Verteidigungspolitik. Die britische Premierministerin Theresa May attackierte er persönlich, die Europäische Union würdigte er herab.

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