Rede vor den Vereinten Nationen Iranischer Präsident will rasches Atomabkommen

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hält es für möglich, dass schon vor November ein internationales Abkommen über das Atomprogramm seines Landes gelingt.

Welche EU-Staaten am meisten importieren
Ölraffinerie: Großbritannien bezieht ein Prozent seiner Ölimporte aus dem Iran, und damit 11.000 Barrel pro Tag. Quelle: Reuters
Ölfässer in Hamburg: Auch Deutschland stillt ein Prozent seines Öldurstes mit iranischen Importen. Hier entspricht das 17.000 Barrel pro Tag. Quelle: dpa
Eine Shell-Ölraffinerie in Rotterdam: Ihren Bedarf an Rohöl decken die Niederlande zu zwei Prozent mit iranischen Importen, was einer Menge von 33.000 Barrel pro Tag entspricht. Quelle: dpa
Tankstelle des Mineralölkonzerns Total Quelle: dpa-dpaweb
Benzinpumpen an einer Tankstelle in Spanien: Das Land deckt 13 Prozent seines Ölbedarfs aus Iran-Importen. In Barrel pro Tag macht das 137.000. Quelle: Reuters
Das Logo des italienischen Tankstellennetzes Agip: Ebenfalls zu rund 13 Prozent deckt Italien seinen Ölbedarf mit Importen aus dem Iran. Das bedeutet 183.000 Barrel pro Tag. Quelle: ap
Griechische Fahnen vor der Akropolis: Unter den EU-Staaten deckt Griechenland den größten Teil seines Bedarfs mit Ölimporten aus dem Iran - nämlich rund 14 Prozent. Quelle: dapd

Dafür müsse sich der Westen allerdings flexibel zeigen, sagte Ruhani am Donnerstag in einer Rede vor den Vereinten Nationen. Der Iran hatte sich im November vor einem Jahr mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland auf ein vorläufiges Atomabkommen geeinigt und im Gegenzug die Lockerung einiger Wirtschaftssanktionen erreicht. Nun wird darüber verhandelt, bis zum kommenden November ein auf Dauer angelegtes Folgeabkommen zu erzielen. Zuletzt hatten sich die Gespräche jedoch zäh gestaltet.

Irans Wirtschaft in Zahlen

Da war der Iran immerhin seit der islamischen Revolution von 1979, die mit Gewalt und Intoleranz einherging. Erst im vergangenen Jahr reichten sich mit Ruhani und Barack Obama zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren wieder zwei Präsidenten aus den USA und dem Iran die Hand. Mit dem britischen Regierungschef David Cameron gelang diese Premiere sogar erst diese Woche. Der Ort war jeweils die Vollversammlung in New York. An offizielle Staatsbesuche ist noch lange nicht zu denken.

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Der Hauptgrund ist Irans Atomprogramm. Unbeirrbar hält das Land daran fest und unbeirrbar fürchtet der Westen, damit werde heimlich eine Atombombe entwickelt. Während Ahmadinedschad die Furcht und den Zorn sichtlich genoss, ist Ruhani ganz um Ausgleich bemüht. „Das iranische Atomprogramm ist friedlich und transparent“, sagte er vor einem Monat und der Iran sei schon aus moralischen und religiösen Gründen gegen Massenvernichtungswaffen. Der Iran verhandelt mit einer Sechsergruppe aus den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates - USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien - und Deutschland. Seit vergangener Woche wird wieder getagt und westliche Diplomaten haben Hoffnung: Teheran wolle unbedingt die Sanktionen der UN, EU und USA loswerden und sei entsprechend verhandlungsbereit.

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