Regierungscomputer gehackt Litauen entdeckt russische Spionage-Software

Russische Spionagesoftware soll in Litauen Passwörter und Dokumente abgegriffen und an russische Geheimdienststellen geschickt haben. Aufgespielt worden sei die Software durch USB-Sticks.

Der Chef des nationalen Cyber-Sicherheitsdienstes sagt, dass es seine Behörde russische Spionagesoftware entdeckt habe. Quelle: Reuters

Litauen hat in diesem Jahr nach Angaben des nationalen Cyber-Sicherheitsdienstes auf drei Computern von staatlichen Institutionen russische Spionage-Software entdeckt.

Die Programme sollen Passwörter und Dokumente abgegriffen und an russische Geheimdienststellen oder mit russischen Spionageaktivitäten verbundene Internet-Adressen geschickt haben, sagte Behördenleiter Rimtautas Cerniauskas am Donnerstag der Agentur BNS. Aufgespielt worden sei die Software auf die Computer der nicht genannten Behörden des EU- und Nato-Landes durch USB-Sticks.

Der litauische Verfassungsschutz hatte in den vergangenen Jahren regelmäßig über eine rege Spionagetätigkeit Russlands berichtet. Auch wurden mehrere russische Diplomaten wegen des Verdachts auf Spionage ausgewiesen. Im Herbst wurde von den litauischen Sicherheitsbehörden eine im Fernsehen beworbene Telefon-Hotline eingerichtet, bei der Bürger mutmaßliche ausländische Spione melden können.

Große Hackerangriffe der letzten Jahre

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