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Regierungskrise Humanitäre US-Hilfe erreicht Grenze zu Venezuela

Der selbsternannte Interimspräsident Guaidó will die Hilfslieferungen in Kürze nach Venezuela schaffen lassen. Staatschef Maduro lehnt das jedoch weiterhin ab.

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Humanitäre US-Hilfe erreicht Grenze zu Venezuela Quelle: AP

Cúcuta, Caracas Die erste US-Hilfslieferung für die notleidende Bevölkerung Venezuelas ist in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta eingetroffen. Zehn Lastwagen hätten rund 100 Tonnen Lebensmittel, Medizin sowie Hygieneartikel in ein Lager nahe der auf venezolanischer Seite blockierten Tienditas-Brücke gebracht, teilte der kolumbianische Katastrophenschutz (UNGRD) am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó will die über die US-Entwicklungsbehörde USAID zur Verfügung gestellte Hilfe in den kommenden Tagen nach Venezuela schaffen lassen. Weitere Lieferungen sollen im ebenfalls benachbarten Brasilien sowie auf einer Karibikinsel – laut Medienberichten ist es Puerto Rico – zum Transport in das südamerikanische Krisenland bereitgestellt werden.

Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro lehnt dies allerdings weiter ab. Auf einer Veranstaltung vor seinen Anhängern erklärte er in Caracas, in seinem Land existiere keine humanitäre Krise. Dies sei bloß ein Vorwand für eine US-Intervention.

So steht es auch in einem Brief „an das amerikanische Volk“, den Maduro an das Weiße Haus schicken will. „In diesen Tagen entscheidet sich die Zukunft unserer Länder zwischen Krieg und Frieden“, heißt es in dem Schreiben, für das der Linksnationalist nach eigenen Angaben Millionen Unterschriften seiner Landsleute gesammelt hat.

Bereits vor Tagen hatten venezolanische Behörden die Tienditas- Autobahnbrücke mit dem Auflieger eines Tanklastzugs und zwei Containern gesperrt. Im Machtkampf mit Maduro rief Guaidó die Soldaten an der Grenze auf, die Hilfslieferungen durchzulassen. Wegen fehlender Devisen kann das einst reiche Erdölland kaum noch Lebensmittel und Medikamente importieren.

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