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Robert Lighthizer US-Strafzölle gegen China könnten erst Anfang Juni in Kraft treten

Die Liste chinesischer Güter wird bald veröffentlicht. Statt 30 soll die Öffentlichkeit 60 Tage für Stellungnahmen erhalten.

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Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer hat in einem Interview angekündigt, dass die Liste chinesischer Produkte, auf die höhere Zölle anfallen werden, bald publik gemacht wird. Quelle: AP

Washington Die angekündigten höheren Strafzölle auf chinesische Produkte werden möglicherweise erst Anfang Juni in Kraft treten. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte dem Sender CNBC, er erwarte, dass 60 Tage über die Liste der Produkte in den USA debattiert werde. „Wir wollen der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, über die guten und die schlechten Dinge auf der Liste zu sprechen.“ Zuvor war eine Frist von 30 Tagen angedacht.

Die Produktliste der Güter im Wert von mehr als 50 Milliarden Dollar, wie Lighthizer sagte, wird demnächst veröffentlicht. Dann bekommt die Öffentlichkeit die Chance, dazu Stellung nehmen. Abgaben würden vor allem auf High-Tech-Produkte fällig, fügte Lighthizer hinzu. Diese würden von einem Computeralgorithmus ausgesucht, um China möglichst hart zu treffen, und den Schaden für US-Verbraucher klein zu halten.

Auf die Frage, ob Verhandlungen mit der Regierung in Peking Zölle verhindern könnten, sagte Lighthizer: „Ich glaube, da gibt es Hoffnung.“ Mehr sagte er dazu nicht. Es sei aber durchaus möglich, dass beide Länder gute Handelsbeziehungen aufbauen könnten, fügte er hinzu. Dieser Prozess werde Jahre dauern.

Die Regierung in Washington wirft China unter anderem vor, sich Technologien von amerikanischen Firmen aneignen zu wollen. Die chinesische Staatsführung hat sich in dem Streit zuletzt sowohl dialog- als auch kampfbereit gezeigt.

Sie will in Kürze eine Liste mit Vergeltungszöllen auf US-Importe veröffentlichen. Der Handelszwist zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hat weltweit die Finanzmärkte aufgeschreckt.

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