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Rückzug aus Klimaabkommen Donald Trump ignoriert Volk und Fakten

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Die neuesten Opfer der Trump-Politik

Wie mit der Solarenergie kann der US-Präsident auch mit der Gewinnung von Strom via Windräder auf hoher See wenig anfangen. Als vor ein paar Jahren vor der Küste Schottlands, in Sichtweite zu einem Golf-Ressort Trumps, ein Offshore-Windpark geplant wurde, tobte der Immobilientycoon. Die Sicht würde verschandelt, seine Anlage verliere dadurch an Wert. Er klagte – und verlor.

Während in Europa schon 2015 84 Offshore-Windparks für saubere Energie sorgten, beginnen die US-Amerikaner gerade erst mit der Installation der Windräder auf hoher See. Im Dezember des vergangenen Jahres, unmittelbar nach der Wahl von Donald Trump, nahm der erste Offshore-Windpark vor der Küste von Rhode Island – unterstützt mit Bundesmitteln – seinen Betrieb auf.

Mit nur fünf Anlagen können heute 17.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden. Die gesamte Ostküste entlang sollen nun weitere Windparks offshore entstehen, elf Flächen wurden bereits konkret ausgewiesen.

Die USA holen auf, versuchen den Wissensvorsprung der Chinesen und Europäer auf dem Feld zu verkleinern: Windparks entstehen, neue Entwicklungen werden auf den Weg gebracht. So hat sich die Zahl der Patente rund um das Geschäft mit den Erneuerbaren in den USA von 2001 bis 2016 mehr als verdoppelt.

Diese Entwicklung gefährdet Donald Trump jetzt. Nicht nur, dass der US-Präsident an den Klimazielen rüttelt und damit die Motivation zur Investition in die neuen Technologien schmälert, er streicht auch Subventionen für die Branche.

Der Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft erweist Trump damit einen Bärendienst. Statt die heimischen Unternehmen zu stärken und ihnen Exportchancen in einem Billionenmarkt zu ermöglichen, bremst er die Entwicklung aus.

Seine eigenen Wähler wissen es besser. In einer Umfrage unter Trump-Unterstützern nach der Wahl sprachen sich 73 Prozent der Befragten dafür aus, dass die USA mehr auf Erneuerbare Energien setzen sollten. 71 Prozent begrüßten staatliche Fördermittel für die Forschung und Entwicklung in der Branche. Und 62 Prozent forderten eine Klimasteuer für Umweltsünder. Knapp die Hälfte der Trump-Wähler würde es begrüßen, wenn die USA weiter die Zielvorgaben aus dem Pariser Klimaabkommen zu erreichen versuchten; nur 27 Prozent forderten den Ausstieg aus dem internationalen Deal. Bei der Gesamtbevölkerung ist die Zustimmung zum Pariser Vertrag noch größer: 69 Prozent der US-Amerikaner stehen hinter dem Text.

Trump aber zeigt sich wieder einmal unbelehrbar. Er ignoriert wirtschaftliche Expertise und ökonomische Fakten genauso wie den Wählerwunsch und kritische Stimmen aus dem eigenen Lager.

Der US-Präsident macht, was er will – und wider jede Vernunft. Die neuesten Opfer dieser unberechenbaren Politik: das Klima und die US-Wirtschaft.

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