Russischer Präsident Putin hält härtere Nordkorea-Sanktionen für „sinnlos“

Russlands Präsident Putin hält härtere Sanktionen gegen sein Nachbarland Nordkorea für sinnlos. Diese würden das Leiden der Bevölkerung lediglich vergrößern und hätten keinen Einfluss auf die Regierung des Landes.

Der russische Präsident fürchtet, dass härtere Sanktionen gegen Nordkorea lediglich das Leiden der Bevölkerung vergrößern, anstatt die Regierung in Pjöngjang zum Umdenken zu bewegen. Quelle: dpa

XiamenDer russische Präsident Wladimir Putin hat sich dagegen ausgesprochen, den Druck auf Nordkorea mittels schärferer Sanktionen zu erhöhen. Dies sei sinnlos, sagte Putin am Dienstag auf einem Treffen der fünf großen Schwellenländer in China. Schärfere Sanktionen hätten keinen Einfluss auf die Regierung in Pjöngjang, könnten stattdessen aber das Leiden der Bevölkerung deutlich vergrößern. Zugleich forderte der russische Präsident alle Beteiligten dazu auf, im Atomkonflikt mit Nordkorea die Ruhe zu bewahren: Hysterie könne zu einer „globalen Katastrophe“ führen.

Der russische Energieminister Alexander Nowak sagte, Russland versorge Nordkorea zwar noch mit Ölprodukten, die Volumina seien allerdings vollkommen unerheblich.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben am Sonntag eine Wasserstoffbombe getestet und damit international Protest ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich nach einem Telefonat mit Südkoreas Präsident Moon Jae In für schärfere Strafmaßnahmen aus.

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