Russisches Passagierflugzeug Bombenanschlag mögliche Ursache für Flugzeugabsturz

Nach der britischen Regierung hat auch US-Präsident Barack Obama einen Bombenanschlag als mögliche Ursache für den Absturz des russischen Passagierflugzeugs bezeichnet. Der IS gilt Urheber des Anschlags.

US-Präsident Barack Obama. Quelle: AP

Nach der britischen Regierung hat auch US-Präsident Barack Obama einen Bombenanschlag als mögliche Ursache für den Absturz des russischen Passagierflugzeugs auf der Sinai-Halbinsel bezeichnet. "Ich denke, es gibt eine Möglichkeit, dass eine Bombe an Bord war. Und wir nehmen das sehr ernst", sagte Obama in einem Interview des Rundfunksenders Kiro/CBS.

Für eine endgültigen Aussage zu der Ursache des Absturzes, bei dem am Samstag alle 224 Menschen an Bord starben, sei es zu früh: Zunächst müssten die Geheimdienste und andere Ermittler ihre Arbeit tun, sagte Obama. "Aber es besteht sicherlich die Möglichkeit, dass es an Bord eine Bombe gab", fügte der US-Präsident hinzu.

Getötete und gefangen genommene Top-Terroristen

Auch die britische Regierung sieht es als zunehmend wahrscheinlich an, dass der A321 einer russischen Fluglinie durch eine Bombe zerstört wurde, wie Regierungsvertreter sagten. Vertreter der Sicherheitsbehörden in den USA hatten zudem erklärt, eine Urheberschaft der Extremistenmiliz Islamischer Staat sei wahrscheinlich. Eine mit dem IS verbündete Islamistengruppe hatte sich zu dem Anschlag bekannt.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Die Regierung in London hatte vorübergehend alle Flüge in den ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich ausgesetzt, von wo die Maschine gestartet war. Ab Freitag sollen die britischen Airlines ihre Flüge wieder aufnehmen. Mit der Regierung in Kairo seien zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vereinbart worden, teilte das Büro von Premierminister David Cameron am Donnerstagabend mit.

Großbritannien, die Niederlande, Irland und auch die Lufthansa hatten den Flugbetrieb nach dem Absturz ausgesetzt. Das Auswärtige Amt in Berlin aktualisierte am Donnerstagabend seine Reisewarnungen für Ägypten, verzichtete aber erneut auf eine Verschärfung. "Die Absturzursache ist noch nicht geklärt", heißt es lediglich.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%