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Russland Der Westen muss Putins Schwachstelle angreifen

Der russische Präsident Wladimir Putin spricht während einer Zeremonie im Kreml. Quelle: imago images

Drohungen gegen die Nato, Truppenaufmärsche an der ukrainischen Ostgrenze und Lieferengpässe beim Gas – Russland spielt mit dem Feuer. Der Westen sollte reagieren.

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Wenn Autokraten im eigenen Land unter Druck geraten, wird gerne ein äußerer Feind gesucht. Damit schweißt man die Bevölkerung zusammen und lenkt von hausgemachten Problemen ab. So auch beim russischen Präsidenten. Wladimir Putin kann die verheerende Pandemie nicht lindern, die Inflation lässt die leidgeprüfte Bevölkerung weiter verarmen, und die Wirtschaft kommt nicht voran. Die Zustimmung zum Präsidenten sinkt rapide – ein Krieg zur Rückeroberung ehemaliger sowjetischer Gebiete könnte seine Popularität wieder steigern.

So war es 2008 mit Georgien und 2014 mit der Krim – über die heute keiner mehr redet. Putin könnte deshalb in Versuchung geraten, jetzt den mehrheitlich russischstämmigen Ostteil der Ukraine „heimzuholen“. Mit seinen Provokationen testet er die Entschlossenheit und den Willen der Nato, der USA und der EU, es bei einer erneuten Eskalation nicht bei bloßen Protesten zu belassen.

Russland mag militärisch stark sein, aber wirtschaftlich ist es schwach – und hier muss der Westen ansetzen. Sanktionen, Boykotte und neue Energielieferanten außerhalb Russlands zeigen Wirkung, sind aber teuer. Keine guten Zeiten für die in Russland so erfolgreiche deutsche Wirtschaft.

Mehr zum Thema: Russlands Präsident Wladimir Putin protzt gerne mit angeblichen Superwaffen, doch in einigen Bereichen ist die russische Rüstungsindustrie technisch teils weit zurück.

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