Russland Putin baut Atomraketen-Arsenal aus

Russland rüstet auf. Neue Interkontinental-Raketen sollen das Atomwaffen-Arsenal aufstocken und laut Wladimir Putin auch modernste Flugabwehrsysteme überwinden. Die Nato zwinge Russland zu einem neuen Wettrüsten.

Der russische Präsident Wladimir Putin. Quelle: dpa

Russland wird sein Atom-Arsenal in diesem Jahr nach den Worten von Präsident Wladimir Putin um mehr als 40 Interkontinental-Raketen aufstocken. Diese könnten auch die modernsten Flugabwehrsysteme überwinden, sagte Putin am Dienstag auf einer Militärmesse in der Stadt Kubinka in der Nähe von Moskau. Der stellvertretende Verteidigungsminister Anatoli Antonow warf der Nato vor, Russland zu einem neuen Wettrüsten zu zwingen.

Die Nato sprach hingegen von einem nuklearen "Säbelrasseln" Russlands. "Dies ist destabilisierend und gefährlich", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel. Wegen der Ukraine-Krise sind die Beziehungen zwischen beiden Seiten seit dem vergangenen Jahr gespannt.

Fünf Folgen der Wirtschaftskrise in Russland

Russland drohte bereits am Montag wegen der geplanten Verstärkung der amerikanischen Militärpräsenz in Osteuropa mit erheblichen Konsequenzen. Zuvor war bekanntgeworden, dass die USA erwägen, schweres Militärgerät in mehrere Länder Osteuropas und des Baltikums zu verlegen. Ziel sei es, Russland von einer Aggression in Europa abzuschrecken.

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Polen und Litauen bestätigten, dass es mit der US-Regierung Gespräche über die Stationierung schwerer Waffen in ihren Ländern gibt. Polens Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak erklärte, er erwarte eine US-Entscheidung in den kommenden Wochen. Die osteuropäischen Staaten fühlen sich angesichts der Ukraine-Krise von Russland bedroht und wünschen sich zur Abschreckung eine stärkere Nato-Präsenz.

Die Nato hat die Zahl ihrer Manöver in Osteuropa in den vergangenen Monaten stark erhöht, außerdem rotieren inzwischen ständig westliche Truppen durch die Staaten an der Ostflanke. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte jedoch deutlich gemacht, dass sie eine dauerhafte Stationierung von Nato-Kampftruppen in Osteuropa als Verstoß gegen die Nato-Russland-Grundakte von 1997 ablehnt.

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