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Sanktionen gegen den Iran Embargo ohne Ölkrise

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Ein Problem für Italien, Griechenland und Spanien

Die größten Ölreserven der Welt
Eine Frau trocknet Wäsche auf einer Erdöl-Pipeline Quelle: ASSOCIATED PRESS
Libyen Quelle: REUTERS
Logo von Rosneft Quelle: ITAR-TASS
Ölraffinerie in den Vereinigten Arabischen Emiraten Quelle: AP
Ktar Quelle: REUTERS
Kuwait Quelle: REUTERS
Irak Quelle: REUTERS

Freilich nicht die ganze Welt. Die Ostasiaten und Indien haben als Hauptabnehmer iranischen Erdöls jetzt große Probleme. Vergleichsweise gut sieht es da für Europa aus: Nur 5,7 Prozent der europäischen Erdöleinfuhren kamen 2010 aus dem Iran, in Deutschland war der Anteil winzig. Es gibt aber europäische Länder, wo das anders aussieht – und das sind ausgerechnet die Krisenstaaten im Süden. Griechenland bezieht bisher 30 Prozent seines Rohölbedarfs aus dem Iran, in Spanien ist der Anteil nicht viel kleiner, in Italien liegt er immer noch bei 13 Prozent.

Hinzu kommt, dass der staatsnahe Energiekonzern Eni nach italienischen Presseberichten offene Forderungen für annähernd zwei Milliarden Euro gegenüber dem iranischen Staate hat. Die Iraner stottern ihre Schuld bislang mit Öllieferungen ab: Das Kleingedruckte in dem Brüsseler Embargobeschluss gibt ihnen die Möglichkeit, diesen Deal erst einmal weiter laufen lassen.

Falls der Iran mitspielt und nicht völlig auf Konfrontationskurs zum Westen geht. Dann aber könnte sich die ökonomische sehr schnell zur militärischen Konfrontation wandeln.

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