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Schlechte Prognose IWF fordert weitere EU-Hilfen für Irland

85 Milliarden Euro sind bisher in die Rettung des hoch verschuldeten EU-Mitglieds Irland geflossen, doch die Prognose des IWF bleibt düster. Sorgen macht dem Währungsfonds nach wie vor die Bankenbranche.

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Passanten vor einem geschlossenen Ladenlokal in Dublin. Quelle: AFP

Dublin Europa sollte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere Hilfen für Irland in Betracht ziehen. Angesichts der verschärften Schuldenkrise stehe die 85 Milliarden Euro schwere Rettung des Landes durch EU und IWF auf wackligen Beinen, erklärte der IWF am Dienstag in seinem jüngsten Bericht zur Lage des Landes.

Es gebe mehrere Möglichkeiten, um Irland zur Seite zu springen. Europa könne beispielsweise erwägen, den irischen Banken - darunter die Bank of Ireland und Allied Irish Banks - Garantien für Finanzierungen zu geben und Hilfe beim Abbau von Kosten zu leisten. Es sei auch möglich, sich zeitweise an den Geldhäusern zu beteiligen oder die Refinanzierungskosten des Staates für die Bankenrettung mit besseren Bedingungen zu versehen.

Die Regierung in Dublin hatte 63 Milliarden Euro in die Bankenbranche gepumpt, um diese nach dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes am Leben zu halten. Weiter schlägt der IWF vor, den Rettungsschirm EFSF flexibler zu gestalten, um Irland dabei zu unterstützen, zu vernünftigen Kosten an die Finanzmärkte zurückzukehren.

Im Rahmen der Rettungshilfen von 85 Milliarden Euro stellte Irland aus eigenen Mitteln 17,5 Milliarden Euro bereit. Im kommenden Jahr will das Land mit kurzfristigen Papieren an die Kapitalmärkte zurückkehren. Ab 2013 ist eine vollständige Finanzierung über die Märkte geplant.

Dem IWF-Irland-Beauftragten Craig Beaumont zufolge wird die Auszahlung von Geldern beschleunigt und von der zweiten Jahreshälfte aufs erste Quartal 2012 vorgezogen, um die Märkte zu beruhigen. IWF und Europa haben bisher Irland fast 30 Milliarden Euro geliehen. 2012 steht die Zahlung von mehr als 23 Milliarden Euro an.

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