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Schuldenkrise Schnellimbiss für Griechenland

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Bundesfinanzminister Wolfgang Quelle: AP

Währenddessen häufen sich die Anzeichen, dass Griechenland in diesem Jahr viel mehr Geld als die bisher bekannten 45 Milliarden Euro benötigt. Voraussichtlich werden die Europäische Union (EU) und IWF ihre Hilfe auch deutlich aufstocken, hieß es in Koalitions- und Regierungskreisen. Schon in diesem Jahr sei ein zusätzlicher zweistelliger Milliarden-Betrag nötig.

Griechenland-Geldspritze: 100 bis 135 Milliarden

EU und IWF wollen das Rettungspaket für Griechenland nach Worten von Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin auf 100 bis 120 Milliarden Euro aufstocken. Das Paket soll drei Jahre laufen, berichtete Trittin nach der Unterrichtung der Bundestagsfraktionen durch IWF-Chef Strauss-Kahn und EZB-Chef Trichet. Griechenland solle de facto für drei Jahre vom Finanzmarkt genommen werden, gab Trittin den Plan wider. Kurz darauf sprach Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sogar von 135 Milliarden Euro, die Griechenland benötigen würde. Finanzminister Schäuble wollte das nicht weiter kommentieren. Die genaue Zahl wisse niemand, sagte Schäuble in den ARD-Tagesthemen. „Weil im Augenblick diese genaue Zahl in den Gesprächen und Verhandlungen zwischen EU, EZB, IWF und griechischer Regierung verhandelt wird.“

Dennoch: Die Bundesregierung hält es für denkbar, dass die Hilfen aufgestockt werden. Entsprechende Signale habe es in den vergangenen Tagen aus dem Umfeld des IWF gegeben, hieß es. Dann würden auch die Euro-Länder ihre Unterstützung für den Drei-Jahres-Plan erhöhen. Die spanische EU-Ratspräsidentschaft sprach sich ebenfalls für eine Aufstockung aus.

Am 3. Mai will sich das Bundeskabinett zu einer Sondersitzung treffen. Die Regierung hat inzwischen einen Krisenstab eingerichtet. Eine kleine Kabinettsrunde unter Leitung von Merkel (CDU) hatte am Vormittag in Berlin über das weitere Vorgehen in der Griechenland-Krise beraten.

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    Danach verlautete, es bleibe bei dem vereinbarten Fahrplan, dass zunächst der IWF und die Europäische Zentralbank (EZB) mit Griechenland über einen Drei-Jahres-Sparplan verhandelten und die Ergebnisse dann bewertet würden. Darüber gebe es keine Differenzen.

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