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Schuldenkrise Wie viel kostet uns der Euro wirklich?

Griechenland versinkt immer tiefer im Schuldensumpf, die Rettung wird immer teurer. Trotzdem schnüren die Euro-Länder ein neues Kreditpaket. Was kommt da auf den deutschen Steuerzahler zu? Ein Schrecken ohne Ende.

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Eurokrise Quelle: Illustration: Thorsten Wolber

Freunde schneller Autos können sich freuen. Sie haben bald eine neue Pilgerstätte, eine mit mediterranem Charme. Wenige Kilometer von der griechischen Hafenstadt Patras entfernt, soll in den nächsten drei Jahren ein Formel-1-Rennparcours entstehen. "Es hat viele Jahre gebraucht, um das zu erreichen", frohlockt Patras ehemaliger Bürgermeister Evangelos Floratos. Der Bau der Rennstrecke soll 94 Millionen Euro kosten, finanziert teilweise mit staatlichen Geldern.

Es sind Meldungen wie diese, die nicht nur den Steuerzahlern in den Euro-Ländern, die Griechenland mit milliardenschweren Hilfsprogrammen vor der Pleite bewahren sollen, die Zornesröte ins Gesicht treiben. Sie dürften auch bei den Inspektoren der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Empörung sorgen, die sich in den vergangenen Tagen in Athen aufhielten, um sich ein Bild von den Reformfortschritten des Mittelmeerlandes zu machen. Von ihrem Votum Ende Mai hängt es ab, ob die nächste Tranche des Hilfspakets ausgezahlt wird. Falls nicht, ist Griechenland pleite.

Verlustreicher Schuldenschnitt

Neue Kredite aus Berlin, Paris und Brüssel würden Griechenland allerdings nur einen Aufschub verschaffen. Langfristig verschärfen sie die Probleme. Der erdrückende staatliche Schuldenberg von 330 Milliarden Euro würde weiter wachsen – und mit ihm der Schuldendienst.

Für einen Neustart braucht Griechenland nicht mehr, sondern weniger Schulden. Ein Schuldenschnitt aber wäre mit Verlusten für die Gläubiger Athens, in erster Linie Geschäftsbanken und EZB, verbunden. Sie fürchten ihn daher wie der Teufel das Weihwasser und drängen die Regierungen, dem schlechten Geld gutes hinterherzuwerfen. Die Währungsunion wird so zu einer gigantischen Transferunion, für die vor allem die Steuerzahler in Deutschland bluten müssen.

Die Geschwindigkeit und Verve, mit der die Machthaber in Paris, Brüssel und Berlin die als Stabilitätsgemeinschaft gegründete Währungsunion in eine Haftungsgemeinschaft verwandeln, übertrifft die schlimmsten Befürchtungen der Euro-Kritiker. Bundeskanzlerin Angela Merkels rhetorische Beruhigungspille, Griechenland werde dank der 110 Milliarden Euro schweren Kredithilfen von EU und IWF aus dem vergangenen Jahr wieder auf die Beine kommen, haben sich als Blendwerk erwiesen. Das Mittelmeerland befindet sich in einer tiefen Abwärtsspirale. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Wirtschaft um 4,5 Prozent, in diesem Jahr dürfte das Minus bei 3,0 Prozent liegen.

Griechische Staatsschulden nach Gläubigergruppen (in Milliarden Euro) Quelle: UniCredit

Die scharfe Rezession hat die Steuerquellen ausgetrocknet. In den ersten vier Monaten des Jahres brachen die Steuereinnahmen um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Ohne neue Sparmaßnahmen von fünf bis acht Milliarden Euro wird es der Regierung nicht gelingen, in diesem Jahr den Fehlbetrag im Staatshaushalt wie geplant von 10,5 auf 7,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken.

Dabei hat die Regierung in Athen den Rotstift schon kreisen lassen. Gehälter im öffentlichen Dienst sowie die Renten wurden gekürzt, die Mehrwertsteuer erhöht. Die Defizitquote sank im vergangenen Jahr um rund fünf Prozentpunkte. Doch die Schulden klettern weiter, in diesem Jahr wohl über die Marke von 150 Prozent des BIPs.

Die Bereitschaft der Bürger, den Gürtel enger zu schnallen, tendiert gegen null. In der vergangenen Woche legten sie mit einem Generalstreik das Land lahm. Hans-Werner Sinn, Chef des Münchner ifo Instituts, vergleicht die Sparmaßnahmen Athens bereits mit der Sparpolitik von Reichskanzler Heinrich Brüning in der Endphase der Weimarer Republik. Griechenland, so warnt Sinn, drohe an den Rand eines Bürgerkriegs zu driften.

Reich der Fabeln

Die griechische Wirtschaft, die kaum mehr als Südfrüchte, Tourismus und Schifffahrt bietet, hat dadurch ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Die Exportschwäche ließ die Leistungsbilanz tief in die roten Zahlen rutschen, im vergangenen Jahr lag das Defizit bei mehr als zehn Prozent vom BIP.

Um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen, können die Griechen entweder die Löhne weiter nach unten drücken und das Land in die Deflation treiben – oder sie treten aus der Währungsunion aus und werten die Währung ab. Doch als am vergangenen Wochenende Meldungen über einen angeblichen Austritt Griechenlands aus dem Euro aufkamen, verwies Athen die Meldungen in das Reich der Fabeln.

Tatsächlich wäre ein Austritt risikoreich. Die Abwertung würde zwar die Exporte verbilligen und der Wirtschaft Schub geben. Zugleich aber würden sich die Importe verteuern. Die Unternehmen müssten die höheren Kosten für importierte Vorleistungen in ihre Absatzpreise überwälzen, der Vorteil der Abwertung wäre dahin.

Hinzu kommt, dass eine schwache Währung die Kaufkraft der Bürger schmälert und die Tilgung der in Euro denominierten Auslandsschulden verteuert. Daher wäre es wohl nur eine Frage von Tagen, bis Griechenland nach einem Euro-Austritt seinen Schuldendienst komplett einstellte. Die Folge: Investoren würden Athen keine weiteren Kredite mehr gewähren, die Zinsen schössen in die Höhe, die Investitionen brächen ein, die Rezession verschärfte sich.

Eine gangbare Lösung wäre das nicht. Was also ist zu tun, um Hellas wieder auf die Beine zu bringen?

Lohnstückkosten in ausgewählten Euro-Ländern Quelle: EU-Kommission

Viel wäre gewonnen, wenn Athens Gläubiger, vor allem Banken und Versicherungen, auf einen Teil ihrer Forderungen verzichteten. Ein solcher Schuldenschnitt würde nicht nur die Schuldenprobleme entschärfen – er böte Griechenland auch die Chance, an preislicher Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

Sinnvoll wäre es, wenn sich die Athener Regierung mit ihren Gläubigern an einen Tisch setzte. "Dazu bieten sich Verhandlungen mit dem Pariser und dem Londoner Club an, in denen sich die staatlichen und privaten Gläubiger von Schuldnerländern organisiert haben", sagt Rolf Langhammer, Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. Der Vorteil: Den Märkten würde signalisiert, dass die Umschuldung in einem strukturierten und geordneten Verfahren abläuft. Das gäbe den Finanzmärkten Sicherheit.

Ein gangbarer Weg wäre, dass Griechenland seinen Gläubigern anbietet, alte Anleihen mit einem Abschlag auf den Nennwert (Haircut) gegen neue Bonds zu tauschen. Damit die Gläubiger auf das Angebot eingehen, könnten die neuen Anleihen besichert sein – etwa durch Kredite des IWF oder des Euro-Rettungsschirms. Zudem müsste der Haircut ausreichend hoch sein, um die Chance zu erhöhen, dass Griechenland das Geld zurückzahlt. Die EZB könnte zudem erklären, die alten Anleihen nicht mehr als Sicherheit für ihre Refinanzierungsgeschäfte zu akzeptieren. Das schmälerte deren Attraktivität und veranlasste die Banken, sie gegen neue Anleihen zu tauschen.

Starke Banken

Von den 330 Milliarden Euro, die Griechenland privaten und staatlichen Gläubigern insgesamt schuldet, lagern zwei Drittel bei Banken, Investmentgesellschaften, Versicherern und Privatanlegern. Eine Umschuldung würde vor allem griechische Banken treffen. Aber auch in den Bilanzen deutscher Geldhäuser schlummern Forderungen in Höhe von 18,5 Milliarden Euro. Unklar ist, welches Institut den größten Brocken in den Büchern hat: Deutsche Bank und Postbank haben 1,6 Milliarden Euro in unbesicherte Griechenland-Anleihen investiert, bei der Commerzbank sind es drei Milliarden, die DZ Bank kommt auf eine Milliarde Euro und die KfW Bankengruppe hat einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag an Griechen-Bonds im Depot. Die Hypo Real Estate hat hingegen bereits Schrottpapiere im Wert von 9,5 Milliarden Euro an die Bad Bank FMS Wertmanagement verschoben. Von den restlichen 3,3 Milliarden Euro dürfte ein großer Teil in den Bilanzen der Landesbanken stecken.

Sollte es zu einem Schuldenschnitt kommen, sind milliardenschwere Abschreibungen bei den Banken unvermeidlich. Doch die meisten Finanzinstitute haben in den vergangenen Jahren wieder ordentliche Gewinne eingefahren und ihr Kernkapital aufgestockt. Sie dürften die Abschreibungen überstehen.

Szenarien für griechische Staatsschulden Quelle: UniCredit

Gerät eine Bank dennoch in die Bredouille und droht ihr Zusammenbruch das gesamte Finanzsystem in Mitleidenschaft zu ziehen, müsste sie durch staatliche Kapitalspritzen aufgefangen werden. "Selbst wenn man alle internationalen Kredite an Griechenland abschreiben müsste, wäre diese Lösung für die Steuerzahler immer noch billiger als die Gläubiger Griechenlands durch immer neue Hilfspakete zu retten", sagt Paul McNamara, Direktor beim Investmentfonds GAM. Auch Christian Veith, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group, glaubt "dass es ohne Haircut für die Gläubiger nicht abgehen wird".

Dass ein Schuldenschnitt Griechenland kräftig entlastet, zeigen Berechnungen der italienischen Bank UniCredit. In einer Szenarienanalyse haben die Ökonomen der Bank unterstellt, dass die griechische Wirtschaft ab 2014 nominal um drei Prozent wächst und es der Regierung gelingt, einen Einnahmenüberschuss vor Zinsausgaben (Primärüberschuss) von vier Prozent des BIPs zu erwirtschaften.

Erlassen die Gläubiger Griechenland 20 Prozent der Schulden, sinkt die Schuldenquote von derzeit mehr als 150 auf nur noch 110 Prozent des BIPs im Jahr 2030. "Würden die Gläubiger Griechenland zusätzlich ab 2012 noch einen Zinsnachlass von zwei Prozentpunkten gewähren, ginge der Schuldenstand bis 2030 sogar auf etwas unter 80 Prozent zurück", sagt Andreas Rees, Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit.

Durch einen Schuldenschnitt erhielte Griechenland zudem die Chance, preislich wieder wettbewerbsfähig zu werden. Je geringer der Schuldenstand, desto kleiner ist der für den weiteren Schuldenabbau benötigte Primärüberschuss im Staatshaushalt. Die griechische Regierung könnte den Spielraum nutzen, die Einkommensteuern zu senken. Die Bruttolöhne könnten dann auf breiter Front sinken, während die Nettolöhne stabil bleiben. Griechenland gelänge es, seine Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen, ohne die Binnennachfrage abzuwürgen. Die Wirtschaft käme aus der Rezession, die Steuerquellen würden wieder sprudeln.

EZB blockiert

Doch die Front der Gegner eines Schuldenschnitts ist mächtig. Jürgen Stark, Chefvolkswirt der EZB, warnte unlängst, eine Umschuldung Griechenlands könnte schlimmere Folgen für das internationale Finanzsystem haben als die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers. EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi sieht in einem Schuldenschnitt gar "politischen Selbstmord".

Wie berechtigt sind diese Sorgen? "Niemand kann so gut abschätzen, welche Folgen eine Pleite der Griechen auf das Bankensystem haben könnte, wie die EZB", sagt Commerzbank-Analyst Michael Schubert. Doch der EZB dürfte es auch darum gehen, die eigene Bilanz zu retten – ihre Bücher sind voll mit Griechenland-Bonds. Experten schätzen, die Euro-Hüter haben für rund 47 Milliarden Euro Hellas-Staatsanleihen gekauft. Kommt es zum Haircut, müssten sie davon wohl rund 20 Milliarden Euro abschreiben.

Hinzu kommt: Auch die griechischen Finanzinstitute hängen am Tropf der EZB. Die Notenbank hat im Rahmen ihrer Refinanzierungsgeschäfte rund 90 Milliarden Euro in das hellenische Bankensystem gepumpt. Als Sicherheiten akzeptiert sie fast jedes denkbare Wertpapier. "Die EZB bekommt alles, womit man sonst nichts anfangen kann", sagt ein Finanzmarktexperte. Der Großteil davon dürften griechische Staatsanleihen sein. Für sie wäre im Falle eines Haircuts ein Abschlag von 30 bis 40 Prozent fällig, da die EZB die Papiere jetzt schon 5 bis 20 Prozent unter ihrem Marktpreis bewertet.

Szenarien für griechische Staatsschulden Quelle: UniCredit

Aus Bundesbankkreisen heißt es, dass einige Schrottpapiere gar einen Abschreibebedarf von 100 Prozent hätten. Das dürften aber nur sehr wenige sein. Analysten schätzen, dass bei einem Haircut an die 30 Milliarden Euro von den Sicherheiten wertlos seien. Zuzüglich der 20 Milliarden Euro aus den Anleihekäufen wären bis zu 50 Milliarden Euro abzuschreiben. Ein schmerzhafter Verlust, aber keineswegs existenzbedrohend für die EZB. Deren Währungs- und Goldreserven sind in den vergangenen Jahren um 250 Milliarden Euro gestiegen. Verbleibende Verluste würde sie unter den nationalen Notenbanken aufteilen. Die Deutsche Bundesbank müsste entsprechend ihres EZB-Anteils 27 Prozent davon schultern.

Der Druck aus dem Eurotower scheint bei den Politikern zu wirken. Zwar wächst inzwischen der Widerstand in der Berliner Regierungskoalition gegen weitere Hilfen für Griechenland. "Für Griechenland und den Rettungsschirm ist Geld da, für eine Entlastung unserer Bürger aber nicht", schimpft der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Koppelin. Doch am Ende des Tages, da sind sich politische Beobachter sicher, werden die Abweichler in CDU und FDP im Parlament für neue Griechenland-Hilfen stimmen, um den Fortbestand der Regierung nicht zu gefährden.

Weg in die Transferunion

Für die Steuerzahler wird das ein teures Unterfangen. Denn je länger die Politiker auf Druck von EZB und Banken den nötigen Haircut verschleppen, desto größer wird das Risiko, dass am Ende vor allem die Steuerzahler rasiert werden. Da die Griechen mit den staatlichen Hilfskrediten ihre Verbindlichkeiten gegenüber den Banken und Versicherungen tilgen, verschiebt sich die Gläubigerstruktur von Tag zu Tag von den Banken zu den Steuerzahlern. Entfielen im vergangenen Jahr nur 25 Prozent der griechischen Schulden auf staatliche Gläubiger, wird deren Anteil bis 2013 auf 57 Prozent steigen, haben die Ökonomen von UniCredit berechnet. Der Anteil privater Gläubiger sinkt dagegen von 75 auf 43 Prozent (siehe Grafik).

Das größte Problem aber ist: Schleusen die Euro-Länder weitere Kredithilfen nach Athen, nehmen sie nicht nur den Griechen die Chance auf einen wirtschaftlichen Neuanfang mit weniger Schulden. Sie wecken auch Begehrlichkeiten in den anderen Krisenländern der Währungsunion. Warum sollten sich Iren und Portugiesen abrackern und sparen, um wieder Kredite am Kapitalmarkt zu bekommen, wenn sie mit Hinweis auf Griechenland die Aussicht haben, billigere Hilfskredite aus Berlin, Paris und Brüssel zu erhalten?

Ohne einen beherzten raschen Schuldenschnitt unter Beteiligung der privaten Gläubiger degeneriert die Währungsunion zu einer gigantischen Umverteilungszone. Wie teuer die werden kann, zeigen Berechnungen des Berliner Finanzwissenschaftlers Kai Konrad. Würden, etwa orchestriert durch eine gemeinsame Wirtschaftsregierung, wie Frankreich sie fordert, die Lebensverhältnisse in den ärmeren EU-Ländern auf 95 Prozent des Durchschnittsniveaus angehoben, wäre dazu die gigantische Transfersumme von 804 Milliarden Euro pro Jahr erforderlich. Deutschlands Anteil würde sich auf 261 Milliarden Euro belaufen.

Selbst für eine Anhebung auf 50 Prozent des Durchschnittsniveaus wäre noch ein Transfervolumen von 232 Milliarden Euro nötig, davon 75 Milliarden zulasten der deutschen Steuerzahler. Die Hoffnung auf Steuersenkungen könnten die Bundesbürger dann endgültig begraben.

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