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Schuss- und Stichwaffenattacken Israel reagiert mit neuem Mauerbau auf jüngste Gewaltwelle

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Washington gegen Eingriff externer Akteure

Die jüngste Entwicklung im Nahen Osten dürfte auch ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Mittwoch in Berlin bestimmen. Netanjahu will sich sich dort am Donnerstag auch mit US-Außenminister John Kerry treffen.

Die USA erwägen nach Kerrys Worten keine Änderung des Status quo auf dem Tempelberg. Washington sei dagegen, dass „externe Akteure“ in den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern eingriffen. „Was wir brauchen, ist vor allem Klarheit“, sagte Kerry am Montag nach einem Treffen mit seinem spanischen Amtskollegen José Manuel García-Margallo. Der US-Außenminister rief angesichts der jüngsten Gewaltwelle beide Seiten dazu auf, Zurückhaltung zu wahren.

Parteien in Israel

Als ein Auslöser der Gewaltwelle gelten Streitigkeiten um den Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in der Jerusalemer Altstadt, die Israel 1967 erobert und später annektiert hatte. Die Stätte ist Juden wie Muslimen heilig. Der Konflikt dreht sich um die Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Plateau des Tempelbergs, wo einst der von den Römern zerstörte zweite jüdische Tempel stand und wo sich heute die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom befinden.

Wegen der Gewalt in Jerusalem will Israel nun arabische und jüdische Viertel im Ostteil Jerusalems mit einer Mauer trennen. Das arabische Viertel Issawijeh solle eingezäunt und damit de facto zu einer Enklave in Jerusalem werden, berichtete der israelische Rundfunk am Montag. Die Mauer solle verhindern, dass Palästinenser aus Issawijeh Steine und Brandflaschen auf Autos werfen, die auf einer naheliegenden Straße zwischen Jerusalem und der Siedlerstadt Maale Adumim unterwegs sind. Auch an anderen Stellen seien Mauern geplant, hieß es.

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    Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums betonte, es handele sich um reine Sicherheitsmaßnahmen und nicht um einen politischen Schritt. Israel hat ganz Jerusalem zur „ewigen und unteilbaren“ Hauptstadt erklärt. Die Palästinenser beanspruchen dagegen den von Israel annektierten arabischen Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

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