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„Schwerer Fehler“, „Tief enttäuscht“ So reagiert die Welt auf Trumps Entscheidung

Nach Trumps Entscheidung, dass die USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran aussteigen, ist auf dem internationalen Parkett vor allem Enttäuschung zu spüren. Nur wenige begrüßen den Ausstieg.

Die Europäische Union erwartet, dass die übrigen Staaten trotz des Rückzugs der USA am Iran-Abkommen festhalten. Das erklärt die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Quelle: AP
Das chinesische Außenministerium ruft alle Beteiligten zu einer verantwortungsbewussten Haltung auf. China werde das Abkommen mit dem Iran weiter absichern. Quelle: dpa
Russland wird am Iran-Abkommen nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow festhalten. Sein Land fühle sich dem Abkommen verpflichtet, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax den Minister. Quelle: dpa
Frankreich, Großbritannien, DeutschlandDer französische Präsident Emmanuel Macron äußerte im Namen der europäischen Vertragspartner Frankreich, Deutschland und Großbritannien Bedauern über den Ausstieg der Vereinigten Staaten. Trumps Entschluss sei eine Gefahr für globale Bemühungen, Atomwaffen einzudämmen, twitterte er. Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Premierministerin Theresa May rief er den Iran auf, Zurückhaltung zu zeigen und seine Verpflichtungen aus dem Vertrag weiter einzuhalten. Washington müsse darüber hinaus sicherstellen, dass der Deal intakt bleiben könne und verhindern, dass die Durchsetzung des Pakts durch etwaige Handlungen gestört werde. Quelle: dpa
IranIrans Präsident Hassan Ruhani warf den USA vor, nie ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen erfüllt zu haben. Sein Land stehe bereit, die Entwicklung von Atomtechnologie nach Gesprächen mit den EU-Vertretern wieder aufzunehmen. Ruhani warf Donald Trump allgemein vor, internationale Abkommen zu untergraben. Der Iran hatte Neuverhandlungen ausgeschlossen und mit nicht näher ausgeführten Gegenmaßnahmen gedroht. Israel begrüßte dagegen die Ankündigung. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte Trumps Entscheidung mutig und richtig. Das Abkommen hätte zu "einer Katastrophe für unsere Region, einer Katastrophe für den Weltfrieden" geführt. Quelle: dpa
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) unterstützen die Iran-Politik der USA. Quelle: dpa
Die Türkei will soweit wie möglich weiter mit dem Iran Handel treiben. Quelle: REUTERS
IsraelDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjau begrüßt Trumps Entscheidung. Sie sei mutig und richtig. Noch in der Nacht mobilisierte das israelische Militär einige Reservisten. Dies geschehe "in spezifischen Fällen, wo nötig", sagt eine Sprecherin. Einzelheiten nannte sie nicht. Die Armee berichtete zuvor von "irregulären Aktivitäten der iranischen Streitkräfte in Syrien". Die Regierung ordnete an, die Schutzbunker auf den Golan-Höhen aufzuschließen. Quelle: AP
UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußert sich über die Entscheidung Trumps besorgt. Quelle: REUTERS
SyrienIrans Verbündeter Syrien verurteilt die US-Entscheidung. Sie werde die weltweiten Spannungen erhöhen, hießt es in einer Stellungnahme des Außenministeriums, die in den staatlichen Medien zitiert wird. Quelle: AP
Donald Trumps Amtsvorgänger Barack Obama nennt die Entscheidung des Republikaners "fehlgeleitet" und "einen schweren Fehler". Quelle: AP
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