Selbstmordattentäter Deutscher Islamist verübt Anschlag im Irak

Ein deutscher Islamist hat nach übereinstimmenden Angaben von Dschihadisten und Kurden einen der jüngsten Selbstmordanschläge im Nordosten des Iraks verübt.

Das sind die gefährlichsten Grenzen der Welt
Israel - Palästina Quelle: dapd
Deutsch-deutsche Grenze Quelle: dpa/dpaweb
Indien - Pakistan Quelle: dapd
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Spanien -Marokko Quelle: AP
Sudan – Südsudan Quelle: REUTERS
Äthiopien – Eritrea Quelle: AP

Die Terror-Expertenplattform SITE berichtete auf ihrer Internetseite, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe sich zu drei am Sonntag verübten Sprengstoffattacken in der nordöstlichen Region Kara Tepe der Provinz Dijala bekannt. Laut IS seien die Selbstmordattentäter ein Deutscher, ein Türke und ein Saudi gewesen. Die kurdische Gorran-Partei meldete über den Kurznachrichtendienst Twitter, es habe sich um einen Deutschen, einen Türken und einen Tunesier gehandelt. Bei den Anschlägen auf ein lokales Regierungsgebäude, einen Stützpunkt kurdischer Sicherheitskräfte und ein kurdisches Parteibüro wurden nach kurdischen Angaben neben den drei Attentätern mindestens 14 Menschen getötet.

Fakten zum Terror im Irak

Bei einem Anschlag von drei Selbstmordattentätern im Osten des Iraks sind 26 kurdische Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Die Attacke ereignete sich am Sonntag in Kara Tappa in der Provinz Dijala rund 120 Kilometer nordöstlich von Bagdad, wie ein kurdischer Beamter mitteilte. Mindestens 60 Menschen wurden verletzt. In der westlichen Provinz Anbar wurde der örtliche Polizeichef bei einer Bombenexplosion getötet. Zu dem Anschlag in Kara Tappa bekannte sich die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat. Zunächst brachte einer der Angreifer seinen Sprengstoffgürtel am Tor eines Geländes zur Detonation, auf dem auch das Büro einer kurdischen Partei untergebracht ist, wie der kurdische Beamte berichtete. Minuten später hätten die zwei anderen Attentäter mit Sprengstoff beladene Autos in die Anlage gefahren und schwere Schäden verursacht.

In einer IS-Erklärung auf Twitter hieß es, die Tat sei von drei nichtirakischen Dschihadisten ausgeführt worden. Die Echtheit der Mitteilung konnte nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden. Der Konvoi des Polizeichefs von Anbar, Brigadegeneral Ahmed al-Dulaimi, war auf dem Weg durch ein Gebiet nördlich der Provinzhauptstadt Ramadi, als der Sprengsatz in der Nähe detonierte, wie Stadtrat Faleh al-Issawi sagte. Das Innenministerium bestätigte den Tod Al-Dulaimis, den es in einer Erklärung als „Held“ bezeichnete.

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Die Anschläge sind ein schwerer Schlag für die Bemühungen der irakischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen sunnitische Extremisten im Land. In Anbar hatte die Terrormiliz Islamischer Staat zusammen mit verschiedenen bewaffneten Gruppen die Stadt Falludscha, Teile von Ramadi sowie ländliche Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. In Dijala haben islamische Kämpfer Städte eingenommen und sich Gefechte mit kurdischen Truppen geliefert. Der IS ist auch im benachbarten Syrien aktiv. In der Hauptstadt Bagdad waren am Samstag bei einer Serie von Autobombenanschlägen mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Die Explosionen ereigneten sich in schiitischen Gegenden.

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