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Simbabwe Militär übergibt Gewaltmonopol an Polizei

Fast zwei Wochen nach dem Putsch gegen den Langzeit-Präsidenten Mugabe beruhigt sich Simbabwe wieder: Die Polizei erhält das Gewaltmonopol zurück und die neue Regierung würdigt den Ex-Präsidenten auf besondere Weise.

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Die neue Regierung will die Leistungen des zurückgetreten Präsidenten Mugabe würdigen. Quelle: dpa

Knapp zwei Wochen nach dem Militärputsch in Simbabwe übergibt die Armee das Gewaltmonopol staatlichen Medien zufolge wieder an die Polizei. Im Zentrum der Hauptstadt Harare werde es zunächst gemeinsame Patrouillen geben, insgesamt werde die Polizei aber wieder ihre verfassungsgemäße Aufgabe wahrnehmen, erklärte die stellvertretende Polizeichefin Charity Charamba am Montag auf einem gemeinsamen Pressekonferenz mit ranghohen Militärvertretern. In der Folge der Vereidigung von Präsident Emmerson Mnangagwa vom Freitag kehre alles wieder zur Normalität zurück, hieß es weiter.

Trotz neuer Machthaber soll der Geburtstag des langjährigen Präsidenten Robert Mugabe in Simbabwe trotzdem zum Feiertag werden. In einer Erklärung der Regierung hieß es, die neue Führung des Landes stehe hinter einer Entscheidung aus dem Sommer, den 21. Februar zum öffentlichen Feiertag zu erklären. Die Initiative, den Geburtstag des früheren Rebellenführers zum Feiertag zu machen, hatte bereits begonnen, als er noch Präsident war. Besonders geworben dafür hatte die Jugendorganisation der regierenden Partei Zanu-PF. Im August stimmte auch die Regierung zu. Nun wurde die Entscheidung unter neuer Führung autorisiert.

Simbabwes Militär hatte in der Nacht zum 15. November ohne Blutvergießen die Macht an sich gerissen, um Langzeitpräsident Robert Mugabe (93) aus dem Amt zu drängen. Er wurde unter Hausarrest gestellt und trat etwa eine Woche später zurück - nach 37 Jahren an der Macht. Die Polizei galt als Mugabes verlängerter Arm und wurde daher vom Militär aus den Straßen verdrängt. Der frühere Vizepräsident Mnangagwa (75), der als enger Verbündeter des Militärs gilt, wurde Ende vergangener Woche als neuer Staatschef vereidigt.

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