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Simon Coveney EU-Staaten ohne Flüchtlinge sollen laut Irlands Außenminister mehr zahlen

Etliche EU-Staaten weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen. Irlands Außenminister fordert deshalb, sie stärker zur Kasse zu bitten.

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Seit Jahren wird über eine Umverteilung von Flüchtlingen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten verhandelt – der irische Außenminister schlägt nun härtere Methoden vor. Quelle: AP

Dublin Der irische Vize-Ministerpräsident Simon Coveney fordert, dass EU-Staaten ohne Aufnahme von Flüchtlingen erhebliche finanzielle Hilfe zur Lösung der Migrationskrise leisten. „Ich glaube, dass wir hier eine Lösung brauchen und praktische Maßnahmen, die funktionieren“, sagte Coveney am Dienstag im Interview mit Reuters-TV.

Man müsse mit den EU-Mittelmeeranrainern solidarisch sein und Menschen von dort aufnehmen. „Und Länder, die sich weigern, Flüchtlinge zu nehmen, sollten bedeutende finanzielle Leistungen beisteuern, um die EU-Antwort auf die Migrationskrise insgesamt voranzubringen.“

Hintergrund ist die Weigerung etlicher osteuropäischer Staaten, Flüchtlinge aufzunehmen. Dies hat dazu geführt, dass sich nun Italien dagegen sperrt, aus dem Mittelmeer gerettete Migranten und Flüchtlinge aufzunehmen. Die italienische Regierung verlangt eine Verteilung der Lasten über die 28 EU-Staaten. Die Regierung in Rom hat zudem damit gedroht, ansonsten die EU-Seenotrettungsmission „Sophia“ Ende des Monats auslaufen zu lassen.

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