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Soziales Netzwerk Ungarische Wettbewerbsbehörde verhängt hohe Geldstrafe gegen Facebook

Facebook muss in Ungar mehrere Millionen Euro Strafe zahlen, weil das Unternehmen sein Produkt als kostenlos beworben hatte. Allerdings zahlen die Nutzer doch – mit ihren Daten.

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Die beanstandeten Slogans seien bei Facebook von Januar 2010 bis Anfang dieses Jahres erschienen. Quelle: Reuters

Die ungarische Wettbewerbsbehörde hat gegen Facebook eine Geldstrafe in Rekordhöhe verhängt. Das amerikanische Internetunternehmen habe ungarische Nutzer mit falschen Angaben geködert, seine Dienste seien kostenlos, erklärte die Behörde am Freitag und setzte eine Geldstrafe von 1,2 Milliarden Forint (3,63 Millionen Euro) fest. Das ist die höchste bisher von der Wettbewerbsbehörde in Ungarn gegen ein Unternehmen ausgesprochene Geldstrafe.

Facebook habe auf seiner Startseite mit Slogans wie „Kostenlos und jeder kann Mitglied werden“ geworben, erklärte die Behörde. Es treffe zwar zu, dass Nutzer keine Gebühr zahlen müssten. Aber sie zahlten für ihre Facebook-Nutzung doch, indem sie dem Unternehmen erlaubten, durch Sammlung und detaillierte Auswertung ihrer Daten Gewinne zu machen. Mit dem Wissen um die Interessen und Vorlieben seiner Nutzer sende Facebook denen zudem maßgeschneiderte Werbung, die in ihre Veröffentlichungen einfach eingeblendet würden.

Mit Slogans über eine kostenlose Mitgliedschaft lenke Facebook seine Nutzer davon ab, dass diese mit ihren Daten und deren kommerzieller Verwertung sehr wohl eine Entschädigung an das Unternehmen leisteten. Die beanstandeten Slogans seien von Januar 2010 bis Anfang dieses Jahres erschienen. Die Wettbewerbsbehörde verwies darauf, dass Facebook auf Druck sowohl in den USA als auch in Europa im April 2019 seine Nutzungsbedingungen klarer gefasst habe.

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