Star-Investor George Soros Chinas Präsident ist ein Kontrollfreak

Exklusiv

George Soros sieht die wirtschaftliche Entwicklung in China kritisch - und mahnt an, dass das Land die Devisenreserven nicht so schnell verbrennen sollte. Eine Exklusivmeldung.

Star-Investor George Soros Quelle: REUTERS

George Soros, Gründer des legendären Quantum Funds, äußert scharfe Kritik an Chinas Präsident Xi Jinping: „Er ist ein starker Führer, aber hat eine große Schwäche: Xi Jinping ist ein Kontrollfreak. Doch marktwirtschaftliche Reformen klappen nicht ohne politische Zugeständnisse. Xi Jinping kann etwa noch so viele Antikorruptionskampagnen ausrufen – ohne unabhängige Medien sind sie zum Scheitern verurteilt. Und diesen Schritt scheint er bislang nicht machen zu wollen. In diesem Punkt ist er Russlands Präsident Putin näher.“

Die wirtschaftliche Entwicklung in China beurteilt Soros skeptisch. „Leider verbrennt China derzeit seine Devisenreserven sehr schnell“, sagte Soros im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Auch das Urvertrauen der Anleger beginnt zu wanken, da die chinesische Regierung viele Fehler gemacht hat. Denken Sie nur an die hohe Verschuldung der Banken und Staatsbetriebe oder die Umweltproblematik. Das Grundvertrauen mag China noch drei Jahre schützen – aber es steht vor einer seiner größten Herausforderungen.

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