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Steuerreform hilft US-Wirtschaft wächst schneller

Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2 Prozent. Quelle: dpa

Konsum, Investitionen und Exporte schieben die US-Wirtschaft an. Für das zweite Halbjahr erwarten Experten aber weniger Wachstum.

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal beflügelt von Steuersenkungen so kräftig gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2 Prozent fast doppelt so schnell wie im ersten Vierteljahr, wie das Handelsministerium am Mittwoch nach neuen Berechnungen mitteilte. Eine erste Schätzung hatte noch 4,1 Prozent ergeben. Experten rechnen damit, dass dieses hohe Tempo in der zweiten Jahreshälfte nicht gehalten werden kann.

Ein Grund für das gute Abschneiden im Frühjahr waren Sondereffekte. Die Kauflaune der Verbraucher etwa wurde von den 1,5 Billionen Dollar schweren Steuersenkungen angekurbelt. Auch investierten die Unternehmen mehr. Die Exportbilanz fiel nicht zuletzt deshalb so gut aus, weil Soja-Lieferungen nach China in großem Umfang vorgezogen wurden, da diese durch neue Zölle künftig teurer werden dürften. Die US-Wirtschaft wird daher Experten zufolge einen Gang herunter schalten. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter mehr als 100 Ökonomen sagen diese für das laufende Sommerquartal im Schnitt eine Rate von drei Prozent voraus. Im Schlussquartal 2018 dürften es dann noch 2,7 Prozent sein.

US-Präsident Donald Trump hat der ohnehin schon gut laufenden Wirtschaft mit seiner radikalen Steuerreform einen zusätzlichen Schub verliehen. Allerdings dürfte der von ihm angezettelte Handelsstreit mit China und Europa die US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen bremsen. Zudem hat der Boom am Immobilienmarkt nachgelassen, weil Preise und Zinsen gestiegen sind.
Die US-Notenbank hat ihren Leitzins in diesem Jahr wegen der guten Konjunktur und der sinkenden Arbeitslosigkeit bereits zweimal angehoben auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Sie hat zwei weitere Schritte nach oben für das zweite Halbjahr ins Auge gefasst, der nächste könnte im September folgen.

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