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Strafzölle EU importiert deutlich mehr US-Soja

Die EU kommt den Wünschen des US-Präsidenten nach. Wie der Deal es vorsieht, werden deutlich mehr Sojabohnen importiert als noch vor fünf Wochen.

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EU importiert deutlich mehr US-Soja Quelle: dpa

Die EU hat gute Nachrichten für US-Präsident Donald Trump: Europäische Importeure haben in den vergangenen fünf Wochen fast vier Mal so viele Sojabohnen in den Vereinigten Staaten gekauft wie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Die Importmenge erhöhte sich damit von 93.850 auf 359.305 Tonnen, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Die Menge des aus den USA importierten Sojamehls stieg sogar um das rund 33-fache von 5373 auf 184.663 Tonnen.

Der verstärkte Ankauf von US-Soja durch europäische Importeure gilt als ein Grund, warum sich Trump in der vergangenen Woche bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereiterklärte, den Handelskonflikt mit der EU vorerst beizulegen. Amerikanische Landwirte mussten zuletzt wegen von China verhängten Zusatzzöllen starke Umsatzeinbußen fürchten. Die EU hatte zudem deutlich gemacht, dass auch sie Zusatzzölle auf US-Soja verhängen würde - vor allem dann, wenn Trump Sonderzöllen auf europäische Autoimporte erheben sollte.

Nach Angaben der EU-Kommission hat der verstärkte Soja-Import aus den USA vor allem etwas mit der Preisentwicklung zu tun. So lag der Durchschnittspreis für eine Tonne Sojabohnen aus den USA zuletzt bei 332 Euro und damit unter dem aus Brasilien, das für die EU bislang wichtigster Sojalieferant ist. Dort kostete die Tonne 358 Euro. Eine ähnliche Entwicklung gab es bei Sojamehl.

Soja wird in der EU vor allem als Futtermittel in der Landwirtschaft und für die Milchproduktion benötigt. Da es europäische Bauern wegen der vergleichsweise kühlen Witterung nur in relativ geringen Mengen produzieren, werden jährlich rund 30 Millionen Tonnen importiert.

Im Juli 2018 seien nun 37 Prozent der Sojabohnenimporte und 13 Prozent der Sojamehlimporte aus den USA gekommen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Vor einem Jahr seien es lediglich 9 beziehungsweise 0,3 Prozent gewesen.

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