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Strafzölle Trump will bald Handelsgespräche mit EU führen

Der US-Präsident droht der EU mit Strafzöllen auf Autos. Nun will er sich „ziemlich rasch“ mit europäischen Repräsentanten treffen.

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USA: Donald Trump will Gespräche mit EU zum Handelsstreit führen Quelle: dpa

Washington Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU wird es nach Angaben von US-Präsident Donald Trump schon bald zu Gesprächen zwischen beiden Seiten kommen. „Wir werden sie ziemlich rasch treffen“, sagte Trump am Montag vor Journalisten bei einem Besuch des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte in Washington. Die Europäische Union sei daran interessiert, „etwas auszuarbeiten“.

Trump droht der EU mit Einfuhrzöllen auf Autos und Autoteile von 20 Prozent. Der Präsident kritisiert ein Ungleichgewicht in der Branche. Um Strafabgaben abzuwenden, wollen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die EU-Handelsbeauftragte Cecilia Malmström bis Ende des Monats nach Washington reisen.

Seit Anfang Juni verlangen die USA Importzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU. Auch andere Länder sind betroffen. Die EU reagierte mit Vergeltungszöllen auf US-Waren wie Erdnussbutter und Harley-Davidson-Motorräder.

Zudem holte US-Präsident Trump zur Verbalattacke gegen die Welthandelsorganisation (WTO) am Montag aus. Trump hat Maßnahmen gegen die WTO angedroht, sollte diese die USA weiterhin benachteiligen. „Die WTO hat die USA sehr schlecht behandelt und ich hoffe, sie ändert dies“, sagte Trump am Montag. Zu Berichten über einen angedrohten Austritt aus der Organisation, sagte er, derzeit sei nichts geplant.

Der US-Präsident hat wiederholt kritisiert, dass sein Land im Welthandel benachteiligt werde und die WTO nichts dagegen unternommen habe.

Das Nachrichtenportal Axios hatte unter Berufung auf einen Insider berichtet, Trump habe einen WTO-Austritt vielfach angedroht. Handelsminister Wilbur Ross sprach im Sender CNBC von einem verfrühten Gerede. Die WTO sei sich jedoch im Klaren, dass „einige Reformen“ her müssten.

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