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Studie Korruption in Griechenland bleibt hoch

Laut repräsentativen Zahlen von Transparency International ist die Korruption in Griechenland auch 2011 sehr weit verbreitet geblieben. Durchschnittlich mussten Bürger vierstellige Beträge für „Boni“ aufbringen.

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Der Nächste bitte: Vor allem griechische Ärzte sehen ein klein wenig Extrageld als Selbstverständlichkeit an. Quelle: dpa

Athen Korruption ist eines der Hauptprobleme in Griechenland, und das Schmieren geht auch in der Krise weiter. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Public Issue im Auftrag der Organisation Transparency International im Land durchführte.

Demnach haben 10,8 Prozent der Griechen vergangenes Jahr schmieren müssen, damit der öffentliche oder der private Bereich ihr Problem löste. Dies sei allerdings zumindest etwas weniger als im Jahr 2010 mit damals 11,2 Prozent. Befragt wurden zu Beginn dieses Jahres repräsentativ rund 12.000 Menschen.

Die Finanzkrise habe dazu geführt, dass die Befragten 2011 bedeutend weniger Geld zahlen mussten. Insgesamt seien 2011 hochgerechnet 554 Millionen Euro Schmiergelder gegenüber 632 Millionen Euro 2010 geflossen. Auch der durchschnittliche Schmiergeldbetrag sei gefallen; von 1623 Euro 2010 auf 1406 Euro im vergangenen Jahr, wie der Chef von Transaparency International Griechenland, Kostas Bakouris, im griechischen Radio berichtete.

Als die Meister der Korruption gelten nach wie vor die Ärzte in Krankenhäusern. Dort mussten die Patienten zwischen 100 Euro für kleinere und 30.000 Euro für schwierige Operationen zahlen. An zweiter Stelle stehen die Steuerämter und danach folgen die Bauämter, die die Baugenehmigungen ausgeben, hieß es im Bericht weiter. Als Hoffnungsschimmer bezeichnete Bakouris die Tatsache, dass diesmal jeder vierte Befragte erklärte, er habe sich geweigert, Schmiergelder zu bezahlen.

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