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Suche nach Absturzursache Erster Flugschreibe von Unglücks-Boeing in Indonesien gefunden

Nach dem Absturz der Lion-Air-Maschine können die Ermittler einen wichtigen Fortschritt verbuchen. Ein Taucher macht eine wichtige Entdeckung.

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Beim Absturz eines Flugzeugs waren am Montag 189 Menschen gestorben. Quelle: AP

Marinetaucher in Indonesien haben nach eigenen Angaben einen Flugschreiber der abgestürzten Lion-Air-Maschine gefunden. Auf Fernsehaufnahmen am Donnerstag waren zwei Taucher zu sehen, die ein orangefarbenes Gerät in einen weißen Container stellten, der dann wiederum zu einem Such- und Rettungsschiff gebracht wurde. Im Interview beschrieben die Männer, auch den Rumpf der Unglücksmaschine gesehen zu haben, die am Montag über der Javasee abstürzte und 189 Menschen in den Tod riss.

Die erst zwei Monate alte Boeing 737 Max 8 war wenige Minuten nach dem Start von Jakarta niedergegangen. Es war das schlimmste Flugzeugunglück in dem südostasiatischen Land, seit eine Maschine von Air Asia im Dezember 2014 auf dem Weg von Surabaya nach Singapur ins Meer gestürzt war. Damals kamen 162 Insassen um.

„Ich war verzweifelt, weil die Strömung unter Wasser stark war“, sagte der Taucher Hendra, der nur einen Namen führt. Er habe aber darauf vertraut, die Situation zu meistern und an dem Ort, wo die Blackbox vermutet wurde, mit dem Graben begonnen. „Ich habe gegraben und Schutt und Trümmer weggeräumt, bis ich schließlich den orangenen Gegenstand gefunden habe.“

Die Flugschreiber sind für das Ermitteln der Absturzursache von wesentlicher Bedeutung. Bislang ist nach Daten von Flugbeobachtungswebseiten lediglich bekannt, dass die Lion-Air-Maschine kurzzeitig auf einem Flug am Sonntag sowie auf ihrem letzten am Montag Unregelmäßigkeiten bei Geschwindigkeit und Höhe aufwies.

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