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Südamerika Mehrere ausländische Journalisten in Venezuela festgenommen

Erneut wurden Journalisten, die von den Protesten gegen Präsident Maduro berichtet haben, festgenommen. Frankreich bemüht sich nun um eine Freilassung.

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Venezuela: Mehrere ausländische Journalisten festgenommen Quelle: AP

Caracas In Venezuela sind mehrere ausländische Journalisten festgenommen worden, die über die Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro berichtet haben. Betroffen sind Mitarbeiter der spanischen Nachrichtenagentur EFE sowie des französischen TV-Senders TF1. Die EFE-Bürochefin in Venezuela, Nelida Fernandez, sagte, zunächst seien am Mittwoch ein aus Kolumbien stammender Fotograf und dessen venezolanischer Fahrer festgenommen worden.

Dies sei geschehen, als der Kollege über die Demonstrationen gegen die Regierung berichtet habe. Mehrere Stunden später seien ein EFE-Reporter aus Spanien und eine TV-Produzentin aus Kolumbien in ihrem Hotel von Geheimdienstoffizieren festgenommen worden. Zuvor war aus französischen Diplomatenkreisen verlautet, dass zwei französische Reporter festgesetzt worden seien. Es handele sich um Journalisten, die für ein Programm des Senders TF1 über die Unruhen in Venezuela berichtet hätten.

Die französische Botschaft in Caracas bemühe sich um eine Freilassung. Vor einigen Tagen waren bereits zwei Reporter aus Chile festgenommen und abgeschoben worden.

In Venezuela tobt ein Machtkampf zwischen Maduro und Oppositionsführer Juan Guaido, der sich vor einer Woche zum Interimspräsidenten ausgerufen hatte. Guaido wird von den USA unterstützt. Wie die Regierung in Washington mitteilte, will Vizepräsident Mike Pence am Freitag nach Miami reisen, um dort vor Exil-Venezolanern für Guaido zu werben. Unklar ist, welchen Rückhalt Maduros Herausforderer in der heimischen Armee genießt.

„Um einen Regierungswechsel zu ermöglichen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass das Militär Herrn Maduro seine Unterstützung entzieht“, betonte Guaido in einem Beitrag für die „New York Times“. Die Opposition habe bereits geheime Treffen mit Mitgliedern der Streitkräfte und der Sicherheitskräfte gehabt. Die EU-Außenminister wollen an diesem Donnerstag in Bukarest über das weitere Vorgehen in der Staatskrise Venezuelas beraten. Die EU hatte von Maduro Neuwahlen gefordert.

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