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Südamerika Tausende Argentinier protestieren gegen Sparkurs der Regierung

Die Sparpolitik des argentinischen Präsidenten Macri stößt in der Bevölkerung auf Unmut. Tausende Menschen demonstrierten in der Hauptstadt.

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Tausende Menschen gingen in Buenos Aires auf die Straße. Quelle: Reuters

Buenos Aires, Washington In Buenos Aires sind Tausende Menschen aus Protest gegen die neuen Sparpläne der Regierung auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten am Donnerstag den Abbruch der Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), die derzeit in Washington stattfinden. Sie hielten Schilder mit Aufschriften wie „Genug Einschnitte!“ oder „Macri = Hunger“ in die Höhe. „Wir sind gegen den IWF und die Regierung von Macri. Wir müssen schließlich lang- oder kurzfristig mit den Auswirkungen der Politik leben“, sagte die 28-jährige Milca Sosa, die eine Wohngenossenschaft leitet.

Präsident Mauricio Macri hat zu Wochenbeginn neue Steuern auf Exporte, Ausgabensenkungen und die Schließung von Ministerien angekündigt. Die Regierung steht unter Druck, da die Landeswährung Peso seit Jahresbeginn etwa die Hälfte ihres Wertes verloren hat. Der IWF hat dem Land im Juni eine Kreditlinie über 50 Milliarden Dollar gewährt. Angesichts der schweren Krise soll die Vereinbarung nachgebessert werden. Es geht dabei unter anderem um eine frühere Auszahlung der Gelder.

Die Verhandlungen mit dem IWF wecken bei vielen Argentiniern Erinnerungen an die Wirtschaftskrise von 2001/2002, die Millionen Bürger in die Armut stürzten. Viele machen die Kreditbedingungen des IWF dafür verantwortlich. Der Sprecher des Fonds, Gerry Rice, sagte am Donnerstag, die Gespräche sollten so schnell wie möglich zum Abschluss gebracht werden.

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