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Südamerika Teile Venezuelas haben offenbar wieder Strom

Nach Regierungsangaben haben die Hauptstadt Caracas und fünf Bundesstaaten wieder Strom. Die Ursache für den Ausfall ist weiterhin unklar.

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Caracas In Venezuela sind nach dem massiven Stromausfall vom Montag die ersten Lichter wieder angegangen. In der Hauptstadt Caracas und mindestens fünf der 23 Bundesstaaten des Landes sei die Stromversorgung wiederhergestellt, sagte Energieminister Freddy Brito am Dienstag. In vier weiteren Bundesstaaten fließe der Strom zumindest in einigen Gebieten. Die Opposition rief zu einer Kundgebung auf, zu der in Caracas aber nur einige Hundert Menschen kamen.

Der Stromausfall am Montagnachmittag (Ortszeit) hatte die U-Bahnen in Caracas zum Stillstand gebracht und den Berufsverkehr stark beeinträchtigt. Die Regierung sprach von einem „elektromagnetischen Angriff“ auf Staudämme im Süden Venezuelas. Die Opposition sieht die Ursache dagegen in Misswirtschaft und Korruption der sozialistischen Regierung. Die Regierung gab den meisten Kinder wegen des Stromausfalls am Dienstag schulfrei. Viele Angestellte brauchten nicht zu arbeiten. Die U-Bahn in Caracas fuhr noch nicht wieder.

Der von der Opposition dominierte Kongress hielt eine Sitzung unter freiem Himmel ab. Der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó verkündete zum wiederholten Mal, die Diktatur der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro breche zusammen. „Für die Venezolaner ist es keine Option, sich an dieses Trauerspiel zu gewöhnen“, sagte er. „Wir müssen gewinnen.“ Es kamen jedoch weniger Menschen als zu Guaidós früheren Kundgebungen.

Schon im März hatte Venezuela massive Stromausfälle erlebt. Einer dauerte beinahe eine Woche. In der Folge brach auch die Wasserversorgung zusammen. Die Regierung nannte damals eine „internationale Cyberattacke“ als Grund. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez sprach von einem „elektromagnetischen“ Angriff, dessen Plan in Washington ausgeheckt und vom Flügel der extremen Rechten durchgeführt worden sei.

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