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Südamerika Uruguay wählt neuen Präsidenten – Stichwahl wahrscheinlich

Die Wirtschaft des Landes kriselte zuletzt und steht deshalb im Mittelpunkt des Wahlkampfs. Amtsinhaber Vázquez tritt nach zwei Amtszeiten nicht mehr an.

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Da für keinen der Kandidaten eine absolute Mehrheit erwartet wird, kommt es in Uruguay wohl zu einer Stichwahl. Quelle: AP

Nach drei linken Regierungen wählte Uruguay am Sonntag den Nachfolger des Sozialisten Tabaré Vázquez. Als Favoriten gingen Daniel Martínez (62) vom Regierungsbündnis Frente Amplio und Luis Lacalle Pou (46) von der konservativen Partido Nacional ins Rennen. „Die Uruguayer haben großes Vertrauen in das demokratische System“, sagte Vázquez am Sonntag vor der Stimmabgabe in Montevideo.

Den Umfragen zufolge dürfte sich kein Bewerber in der ersten Runde durchsetzen. Martínez könnte demnach zwischen 40 und 44 Prozent der Stimmen erhalten, Lacalle Pou zwischen 24 und 29 Prozent. Die eventuelle Stichwahl ist für den 24. November angesetzt.

Die kriselnde Wirtschaft steht im Fokus der Wahlkampagne. Bei fallenden Preisen der uruguayischen Exportgüter ist das Staatsdefizit auf 4,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts gestiegen; die Arbeitslosigkeit erreicht 9 Prozent. Zur Wahl stehen auch die 30 Senatoren und die 99 Abgeordneten des Parlaments. 2,7 Millionen Bürger sind stimmberechtigt, es gilt Wahlpflicht. Die neue Regierung soll am 1. März 2020 ihre bis 2025 dauernde Amtszeit antreten.

Mehr: Der europäische Populismus belastet die Beziehungen zu Südamerika, meint Handelsblatt-Autor Alexander Busch.


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