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Südamerika Venezuela will 20 Tonnen Gold verkaufen

20 Tonnen Gold haben offenbar die Bestände der venezolanischen Zentralbank verlassen. Ein Verkauf könnte die schwere Wirtschaftskrise dort mildern.

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Venezuela will offenbar mit dem Verkauf von Gold Kapital beschaffen. Quelle: dpa

London/Frankfurt Die Regierung in Venezuela will nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg angesichts der Staatskrise durch den Verkauf von Gold dringend benötigtes Kapital beschaffen. Wie die Agentur am Freitag berichtete, sollen am späten Donnerstagabend 20 Tonnen Gold die Bestände der venezolanischen Zentralbank verlassen haben.

Die Agentur berief sich auf eine namentlich nicht genannte Quelle. Auch ihre Funktion wurde nicht näher beschrieben. In weiteren Medienberichten wurde spekuliert, dass das Gold zum Verkauf in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht werden soll.

In Venezuela hat sich der Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und dem Gegenpräsident Juan Guaidó zuletzt immer weiter zugespitzt. Guaidó versucht, die Regierung von Maduro zu stürzen, ihm fehlt aber die entscheidende Unterstützung des Militärs.

In dem ölreichen Land herrscht eine schwere Wirtschaftskrise und die Menschen leiden unter Nahrungsmittelengpässen. Gewalt und der Protest gegen den sozialistischen Präsidenten gehören zum Alltag.

Am Donnerstag hatte sich Marco Rubio, US-Senator aus Florida, zu den Spekulationen um den Goldverkauf auf dem Kurznachrichtendienst Twitter geäußert. Er warnte Abu Dhabi davor, die Regierung von Venezuela bei Goldgeschäften zu unterstützen.

Zudem gibt ein russisches Flugzeug, das Berichten zufolge leer in Caracas gelandet war und inzwischen wieder abgeflogen ist, Rätsel auf. Die Opposition in dem südamerikanischen Land vermutete, dass das Gold damit außer Landes geschafft werden sollte. Unterdessen hat ein russischer Regierungssprecher klargestellt, dass Russland nicht in Goldgeschäfte der Regierung in Venezuela involviert sei.

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