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Südostasien US-Regierung droht nach Wahl in Kambodscha mit Sanktionen

Kambodschas Dauer-Premier Hun Sen wird nach einer umstrittenen Wahl weiter regieren. Die US-Regierung sieht das Ergebnis jedoch kritisch.

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Bei der Wahl gab es für Hun Sen keinen ernstzunehmenden Herausforderer. Quelle: dpa

Phnom Penh, Washington Das US-Präsidialamt droht nach der umstrittenen Wahl im Kambodscha mit Strafmaßnahmen. Es würden zusätzliche Schritte erwogen, einschließlich Visa-Beschränkungen gegen einige Regierungsmitglieder, teilte das Weiße Haus am Sonntag mit.

Eine Sprecherin sagte, die Abstimmung spiegle nicht den Willen des kambodschanischen Volkes wider. Die Regierung Kambodscha wies die Erklärung zurück. Sie sei ein Versuch, das Land einzuschüchtern.

Bei der Wahl hat sich die Volkspartei von Ministerpräsident Hun Sen zur Siegerin erklärt. Man habe schätzungsweise 100 der 125 Sitze im Parlament errungen, sagte ein Parteisprecher. Das inoffzielle Ergebnis wird für Mitte August erwartet. Eine regierungsnahe Zeitung berichtete unter Berufung auf inoffzielle Ergebnisse, die Volkspartei habe ihre Mehrheit ausgebaut.

Es war bereits erwartet worden, dass Hun Sen im Amt bestätigt wird, weil es keinen ernstzunehmenden Herausforderer gab. Kritiker werfen der Regierung die Einschüchterung von Wählern vor. Die Opposition hat zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Im vergangenen Jahr wurde die wichtigste Oppositionspartei verboten und ihr Vorsitzender wegen Landesverrats inhaftiert. Er war bei der Wahl 2013 Hun Sen nur knapp unterlegen.

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