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Syrien Uno-Experte warnt vor größter humanitärer Katastrophe des 21. Jahrhunderts

Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen findet drastische Worte. Der Uno-Sicherheitsrat müsse sich für ein Ende des Blutvergießens in Syrien einsetzen.

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Das Gremium der Vereinten Nationen sollte sich nach Ansicht des Uno-Nothilfekoordinators stärker für ein Ende des Blutvergießens in Syrien einsetzen. Quelle: dpa

New York Uno-Nothilfekoordinator Mark Lowcock hat den Uno-Sicherheitsrat aufgerufen, sich endlich für ein Ende des Blutvergießens in der umkämpften syrischen Provinz Idlib einzusetzen. Ansonsten drohe dort die schlimmste humanitäre Katastrophe des 21. Jahrhunderts, sagte Lowcock am Dienstag in New York. Den Mitgliedern des Uno-Sicherheitsrats warf er vor, sie hätten alle bisherigen Bitten und Warnungen in den Wind geschlagen und „90 Tage lang nicht gemacht, während das Massaker vor Ihren Augen weitergeht“. Er fügte hinzu: „Wollen Sie wieder nur mit den Achseln zucken ... oder wollen Sie den Kindern von Idlib zuhören und etwas tun?“

Der Uno-Sicherheitsrat ist seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien gespalten und hat sich deshalb zu keiner entschlossenen Reaktion durchringen können. Westliche Nationen hatten sich hinter die Rebellen gestellt. Russland hingegen ist Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und unterstützt ihn auch bei seiner laufenden Offensive gegen die letzte große Rebellenhochburg im Land in Idlib. Tausende wurden dabei seit April getötet, Hunderttausende vertrieben.

Mehr: Der Druck in der Türkei wächst, das Flüchtlingsabkommen mit der EU zu kündigen. Das ist eine Folge der Wirtschaftskrise im Land.

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