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Tag 1 Sahra Wagenknecht ätzt gegen WEF-Gäste

Heute beginnt in das Davos das Tagungsprogramm. Die großen Themen: Euro-Krise, Digitalwelt und Japan. Ministerpräsident Shinzo Abe wird in der Schweiz seine Geldpolitik verteidigen. Wir berichten vom Tag im Liveblog.

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Start frei für das Spitzentreffen in Davos.

Heute beginnt das Programm auf dem Weltwirtschaftsforum. Rund 2500 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erwarten die Veranstalter in Davos. Das Handelsblatt ist mit vier Reportern vertreten: Sven Afhüppe, Michael Maisch, Wolfgang Reuter und Torsten Riecke. Wir versorgen Sie in unserem Liveblog mit exklusiven Nachrichten, Berichten, Interview-Auszüge und auch der einen oder anderen Anekdote vom Rande des Forums.

+++ Was heute wichtig wird +++

+++ Schäuble kommt, Merkel sagt ab +++

Erstmals seit Jahren nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel in Davos nicht teil. „Wir bedauern ihren Skiunfall“, sagte WEF-Präsident Klaus Schwab. Merkel gehöre normalerweise „zu den regelmäßigen Teilnehmern“.
Die Bundesregierung wird durch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vertreten. Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich angesagt. Zu den erwarteten Regierungschefs gehören David Cameron (Großbritannien), Enrico Letta (Italien) sowie Shinzo Abe (Japan) und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Hier ein Auszug aus der Gästeliste:

+++ Sahra Wagenknecht ätzt gegen WEF-Gäste +++

„Die Reichen und Mächtigen führen Selbstgespräche.“ Das sagt die Linke Sahra Wagenknecht zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums. „Die Eliten aus Wirtschaft und Politik haben die Krise nicht verstanden, verachten die Demokratie und leben in einer Parallelgesellschaft.“ Der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder feierte einst in Davos, dass Deutschland den besten Niedriglohnsektor Europas geschaffen habe. „Die Rechnung bezahlen Arbeitnehmer und Steuerzahler mit Niedriglöhnen und Euro-Krise. Und der einstige Bundesbank-Präsident und ehemalige Aufsichtsrat der Hypo Real Estate (HRE), Hans Tietmeyer, verkündete den Staats- und Regierungschefs in Davos, sie alle stünden nun unter der Kontrolle der Finanzmärkte, was diese mit besoffenem Applaus dankten.

Es sei daher nur konsequent, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Weltwirtschaftsforum teilnehme. „Die Bundesregierung hat Milliarden Steuergelder für kriminelle Banken verbrannt, die Wechselkurse und Zinsen manipulieren sowie Steuerflucht unterstützen. Deutschland verliert jährlich mehr als 160 Milliarden Euro – ein halber Staatshaushalt – wegen Steuerhinterziehung und -vermeidung. Es gilt daher: Wer betrügt, fliegt nach Davos.“

+++ Luxushotel pünktlich zum Forum fertig +++

Das neue Hotel Intercontinental hat gerade noch rechtzeitig seinen Betrieb aufgenommen. Nach drei Jahren Bauzeit ist das „Goldene Ei“ fertig, 216 Zimmer stehen für die WEF-Gäste bereit und das Haus ist, wen wundert es, komplett ausgebucht. Dabei hat der Bau der Luxusherberge nicht nur für positive Schlagzeilen gesorgt, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet.

+++ 2500 Teilnehmer aus fast 100 Ländern +++

Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche Außenminister nehmen am Weltwirtschaftsforum teil, das am Mittwochabend offiziell von Klaus Schwab, dem Gründer des World Economic Forum, eröffnet wurde. Insgesamt 2500 Teilnehmer aus fast 100 Ländern werden erwartet. Die Finanzkrise steht nicht mehr so im Mittelpunkt wie noch in den Vorjahren. Vielleicht auf ein Grund, warum Bundeskanzlerin Angela Merkel für dieses Jahr abgesagt hat. Dafür rücken andere Krisenherde in den Fokus. Hier unser Ausblick:

+++ Scharfschützen haben Stellung bezogen +++

Seit Tagen laufen die Vorbereitungen. Auch die Sicherheitskräfte, die das Treffen vor möglichen Anschlägen schützen, sind längst in Alarmbereitschaft. Polizisten patroullieren, auf den Dächern sitzen Scharfschützen und Eurofighter sichern den Luftraum.

+++ Tweets aus der Schweizer Bergwelt +++

„Die Neugestaltung der Welt: Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft“ lautet das aktuelle WEF-Motto. Politiker und Wirtschaftskapitäne stecken in Davos die Köpfe zusammen – und senden ihre Botschaften blitzschnell via Twitter in alle Welt. Hier die Tweets zum Hashtag #wef14.

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