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Telefongespräch der Präsidenten Putin und Trump erwägen Gipfeltreffen zur Begrenzung des Rüstungswettlaufs

Der US-Präsident hat seinem russischen Kollegen zum Wahlsieg gratuliert. Beide zeigten sich einig, dass sie kooperieren müssten, um ein drohendes Wettrüsten zu begrenzen.

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Moskau, Washington Der russische Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump erwägen ein Gipfeltreffen. Das teilte der Kreml am Dienstag mit. Trump hatte seinen russischen Kollegen telefonisch zu dessen Wahlsieg gratuliert. In dem Gespräch hätten beide „besondere Aufmerksamkeit der Frage gewidmet, möglicherweise ein Gipfeltreffen abzuhalten“, hieß es in der Mitteilung in Moskau.

Trump und Putin hätten auch darüber gesprochen, dass es notwendig sei, den Rüstungswettlauf zu begrenzen und bei strategischer Stabilität und Terrorismusbekämpfung enger zusammenzuarbeiten, teilte der Kreml mit. An den Krisenherden Ukraine und Syrien sollten Fortschritte erzielt werden. Die Präsidenten hätten sich zufrieden darüber geäußert, dass die Spannungen wegen des nordkoreanischen Waffenprogramms nachzulassen schienen.

Trump und Putin haben sich erst einmal am Rande des G20-Gipfels in Hamburg 2017 getroffen. Ein bilaterales Gipfeltreffen gab es entgegen der Erwartungen nicht.

Der Kreml nannte das Telefonat konstruktiv und geschäftsmäßig. Es habe darauf abgezielt, die aufgehäuften Probleme in den russisch-amerikanischen Beziehungen zu überwinden. Das Verhältnis ist derzeit so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Die russische Regierung hat wiederholt gesagt, sie hoffe auf bessere Beziehungen zu den USA unter Trump. Doch das Verhältnis ist angespannt geblieben, und Russland ist vorgeworfen worden, sich in die US-Präsidentschaftswahl von 2016 eingemischt zu haben, was in Moskau bestritten worden ist.

Putin hatte bei der Wahl am Sonntag mehr als drei Viertel der Stimmen erhalten. Allerdings monierten Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, es habe keinen wirklichen Wettbewerb gegeben. Das Weiße Haus hatte die Wahl am Montag mit den Worten kommentiert, der Ausgang sei keine Überraschung. Ein Anruf Trumps deswegen bei Putin sei nicht geplant.

Vor Trumps Anruf hatte Russland die verhaltene Reaktion der USA noch mit einem diplomatischen Schulterzucken quittiert. Man betrachte Trumps Schweigen nicht als unfreundlichen Akt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag. Trump habe wohl einen vollen Terminkalender gehabt.

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