Terroranschlag Kuwait Weitere Festnahmen nach Selbstmordanschlag auf Moschee

Nach dem Terroranschlag in Kuwait meldet die Polizei nun weitere Festnahmen. Zu der Tat hat sich ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat bekannt.

Imam-Sadiq-Moschee in Kuwait: Ein Verletzter wird noch rechtzeitig vom Tatort gerettet. Quelle: dpa

Nach dem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Kuwait hat die Polizei mehrere Personen festgenommen. Bei einem von ihnen handele es sich um einen Kuwaiter, der sein Haus als Versteck für die anderen Verdächtigen genutzt habe, teilte das Innenministerium am Sonntagmorgen mit. Ein anderer Verdächtiger sei ein 25-jähriger Angehöriger der Gemeinschaft der Bidun, die sich überwiegend aus Nachfahren von Wüstennomanden zusammensetzt, die von der Regierung als staatenlos betrachtet werden. Die Bidun werden der kuwaitischen Führung seit langem vor, ihnen Bürgerrechte vorzuenthalten.

Wie viele Verdächtige insgesamt festgenommen wurden, ließ die Polizei jedoch unerwähnt. Die regierungsnahe Zeitung „Al-Dscharida“ meldete hingegen, dass in der Nacht zum Sonntag sieben Personen festgesetzt worden seien.

Zuvor hatte das Innenministerium die Festnahme des Besitzers des Autos gemeldet, das vom Bombenattentäter benutzt worden war, um zu der Moschee in Kuwait-Stadt zu fahren. In dem Gotteshaus hatte er dann seinen Sprengsatz unter den Gläubigen zur Explosion gebracht. 27 Menschen wurden getötet und mehr als 200 weitere verletzt.

Am Samstag nahmen Tausende Menschen an einer Begräbnisprozession für die Opfer teil. An dem Trauerzug beteiligten sich Sunniten und Schiiten. Das Attentat während Freitagsgebeten war der erste Terrorangriff in dem Golfstaat seit mehr als zwei Jahrzehnten.


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