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Trotz Brexit EU wird immer beliebter

Einer Umfrage zufolge sehen 64 Prozent der Deutschen Vorteile darin, in der EU zu sein. 2015 waren es lediglich 34 Prozent. Die Tschechen sehen ihre Mitgliedschaft am skeptischsten. Nur jeder vierte sieht darin Vorteile.

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Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung stellt eine Erhebung des Instituts „policy matters“ unter 7000 Bürgern in acht EU-Ländern vor. Demnach wird die EU immer beliebter. Quelle: dpa

Berlin Unter den EU-Mitgliedern ist trotz des Brexits der Glaube an die Vorteile der Mitgliedschaft im Staatenbund gewachsen – vor allem in Deutschland. Nach der am Freitag von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellten Erhebung des Instituts „policy matters“ unter 7000 Bürgern in acht EU-Ländern sahen in diesem Jahr 64 Prozent der Deutschen Vorteile darin, Teil der EU zu sein. 2015 – ein Jahr vor dem Votum der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union – waren es nur 34 Prozent. Im Schnitt der acht Länder waren in diesem Jahr 44 Prozent von den Vorteilen der EU überzeugt, während es 2015 nur 28 Prozent waren.

In Deutschland wird die EU-Mitgliedschaft am positivsten bewertet, gefolgt von Spanien, Slowenien, Schweden, den Niederlanden, Frankreich und Italien. Schlusslicht ist Tschechien, dessen Regierung vergleichsweise EU-skeptisch ist. Dort sah nur jeder vierte Befragte Vorteile in der Mitgliedschaft, was aber ebenfalls mehr waren als 2015 mit 13 Prozent.

Im Schnitt der acht Länder sprach sich mit 61 Prozent eine klare Mehrheit für den Ausbau einer gemeinsamen Politik in dem Staatenbund aus. Abgelehnt wurde dies von 29 Prozent. Auch beim Ausbau der sogenannten Integration – also der Angleichung der Länder – ist Deutschland mit 79 Prozent Befürwortern Spitzenreiter. Schlusslicht ist wieder Tschechien, dem einzigen Land, in dem mehr Menschen (47 Prozent) eine stärkere Zusammenarbeit ablehnen als sie ausbauen wollen (41 Prozent).

Als wichtigste Aufgabe in der EU nannten die Befragten die Flüchtlingspolitik. Mit deutlichem Abstand folgten Forderungen nach Maßnahmen zum Abbau der Arbeitslosigkeit, Kampf gegen Terror und Stärkung der Wirtschaft. Schlusslicht in dem Themenranking ist der Abbau sozialer Ungerechtigkeiten.

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