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Türkei Erdogan für Wiedereinführung der Todesstrafe

Bei einer Gedenkfeier zum Ersten Weltkrieg hat der türkische Staatschef erneut das Thema Todesstrafe angesprochen. Er würde die Wiedereinführung „ohne Zögern“ unterzeichnen. Dabei sei die Meinung Europas ohne Bedeutung.

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Der türkische Staatschef ist für die Einführung der Todesstrafe. Quelle: AFP

Istanbul Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat sich erneut für eine Wiedereinführung der Todesstrafe ausgesprochen. Er würde dies „ohne Zögern“ unterzeichnen, sagte er am Samstag. Nach dem Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems werde sich das Parlament dessen annehmen, sagte Erdogan bei einer Gedenkfeier zum Ersten Weltkrieg im westtürkischen Canakkale.

Er erinnerte an die bei dem gescheiterten Putsch im vergangenen Jahr Getöteten und versicherte deren Familien: „Nach dem 16. April, denke ich dass das Parlament, so Gott will, seinen Teil tun wird hinsichtlich eurer Forderungen zur Todesstrafe.“ Die Meinung Europas sei ihm egal, fügte er hinzu. Es sei nur die Meinung der türkischen Öffentlichkeit wichtig.

Nach dem Putschversuch im Juni 2016 hatte Erdogan mehrfach die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. Die EU hat deutlich gemacht, dass der Beitrittsprozess der Türkei damit beendet wäre.

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