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Türkische Regierung Einladung deutscher Botschaft ausgeschlagen

Traditionell besuchen türkische Delegierte die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Doch das politische Verhältnis zwischen Berlin und Ankara angespannt wie nie. Einladung des Botschafters werden ignoriert.

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Der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann mit seiner Frau bei den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in Hüseyin Gelis (Türkei). Auf Vertreter der türkischen Regierung musste er dieses mal verzichten. Quelle: dpa

Ankara Die türkische Regierung hat trotz persönlicher Einladung von Botschafter Martin Erdmann keinen offiziellen Vertreter zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Ankara geschickt. „Ich habe persönlich jedes einzelne Kabinettsmitglied eingeladen, einschließlich des Ministerpräsidenten“, sagte Erdmann der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Feierlichkeiten in der Botschaft am Freitag in Ankara.

Bis auf Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek und Verkehrsminister Ahmet Arslan habe keines der 27 Kabinettsmitglieder eine Absage auf die Einladung geschickt.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland sind besonders seit der Bundestagsresolution vom Juni 2016 zum Völkermord an den Armeniern angespannt. Seitdem hat sich das Verhältnis unter anderem durch die Inhaftierung deutscher Staatsbürger in der Türkei weiter verschlechtert.

Vor der Armenier-Resolution war es üblich, dass türkische Minister die Regierung beim deutschen Nationalfeiertag vertraten. Danach war im vergangenen Jahr der damals designierte Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin, der offizielle Repräsentant.

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