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Twitter-Angriff Französischer Regierungssprecher Griveaux attestiert Trump „mangelnden Anstand“

Frankreichs Regierungssprecher Griveaux verteidigt seinen Präsidenten. Die jüngste Attacke Trumps gegen Macron kommentiert er als „mangelnden Anstand“.

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Für den französischen Regierungssprecher mangelt es beim US-Präsidenten an Anstand. Quelle: Reuters

Paris Frankreichs Regierungssprecher Benjamin Griveaux hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Twitter-Angriff mangelnden Anstand vorgeworfen. „Gestern war der 13. November. Wir haben der Ermordung von 130 Landsleuten vor drei Jahren in Paris und Saint-Denis gedacht“, sagte Griveaux während einer Pressekonferenz am Mittwoch in Paris. „Also werde ich auf Englisch antworten: Common decency (auf Deutsch: allgemeiner Anstand) wäre gut gewesen.“

Trump hatte nach der Rückkehr von seinem Besuch in Paris Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron erneut deutlich attackiert. Er schrieb am Dienstag auf Twitter, Macron leide unter geringen Zustimmungswerten in Frankreich und habe die Aufmerksamkeit daher auf ein anderes Thema lenken wollen. „Übrigens, es gibt kein Land, das nationalistischer ist als Frankreich, sehr stolze Menschen, richtig so!...“, schrieb Trump weiter.

Macron hatte am Wochenende seine Rede zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges in Paris zu einer indirekten, aber doch unmissverständlichen Kritik an Trump genutzt. „Patriotismus ist das exakte Gegenteil von Nationalismus“, sagte Macron dort. Trump bezeichnet sich selbst als „Nationalisten“.

Frankreich hatte am Dienstag der Opfer von islamistischen Terroranschlägen vor drei Jahren gedacht. Extremisten hatten am 13. November 2015 in der Konzerthalle „Bataclan“ ein Massaker angerichtet sowie Bars und Restaurants im Osten der Hauptstadt beschossen. Am Stade de France sprengten sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich-Deutschland zudem drei Selbstmordattentäter in die Luft.

Macron rief am Abend zu gegenseitigem Respekt auf. „Ich mache ehrlich gesagt keine Politik mit Twittern oder Kommentaren“, sagte Macron am Abend in einem Interview des Fernsehsenders TF1. Die USA und Frankreich seien allerdings „in jedem großen Moment der Geschichte Verbündete“ gewesen, betonte er.

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