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Ukraine-Konflikt Schiffe können Häfen in der Ukraine wieder ansteuern

Russland hat die Meerenge von Kertsch für den Schiffsverkehr wieder frei gegeben. Zwei wichtige Häfen der Ukraine wurden bisher von Russland blockiert.

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Ukraine: Schiffe können Häfen in der Ukraine wieder ansteuern Quelle: dpa

Kiew Nach der erneuten Konfrontation zwischen Russland und der Ukraine im Schwarzen Meer können Schiffe die Meerenge von Kertsch wieder passieren. „Ja, die Häfen von Mariupol und Berdjansk sind teilweise wieder freigegeben“, teilte der ukrainische Verkehrsminister Wladimir Omeljan am Dienstag in Kiew mit.

Die Ukraine hatte Russland vorgeworfen, die Straße von Kertsch an der Halbinsel für Schiffe zu sperren und damit den Zugang zu den beiden wichtigen Häfen abzuschneiden. Der Kreml hatte dies am Montag noch dementiert.

Die Schiffe müssten an der russischen Seite stoppen und würden dort kontrolliert, erklärte Omeljan. Ihm zufolge warten vor der Meerenge 17 Schiffe auf die Einfahrt ins Asowsche Meer. Neun weitere lägen noch in den Häfen. Moskau hatte den Rückstau mit dem schlechten Wetter begründet. Omeljan sprach nun vom Einlenken Russlands und verwies auf die „eindeutige internationale Reaktion sowie die Aufmerksamkeit ausländischer Medien“.

Sie ist die einzige Durchfahrt zum Asowschen Meer, in dem wichtige ukrainische Häfen liegen. Zur Lösung des Konflikts hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires Diplomaten-Gespräche vereinbart, an denen neben Russland und der Ukraine auch Frankreich und Deutschland beteiligt sind. Merkel hatte angemahnt, dass Russland den freien Schiffsverkehr in das Asowsche Meer gewährleisten müsse.

Die russische Küstenwache hatte vor gut einer Woche drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert. Die Boote samt Besatzung wurden festgesetzt.

Über die ukrainischen Häfen Mariupol und Berdjansk laufen bislang die Exporte von Stahl und Getreide. Eine Blockade der Häfen würde die Wirtschaft im Südosten der Ukraine weiter schwächen.

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