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Ukraine-Konflikt Treffen der Chef-Berater - Bundesregierung intensiviert Kontakte zu Moskau

Während Russland seine Truppen an der ukrainischen Grenze verstärkt, versucht die Bundesregierung mit Gesprächen die Situation zu entschärfen. Ein Treffen ist geplant.

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Während Putin weiter seine Truppen verstärkt, sucht die Bundesregierung Kontakt. Letzte Woche gab es bereits ein Telefonat zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und Wladimir Putin. Quelle: dpa

Angesichts der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sucht die Bundesregierung verstärkt den Kontakt zu Moskau. Der außenpolitische Berater des Kanzlers, Jens Plötner, und sein russischer Kollege Dmitri Kosak sollen Anfang Januar zu Beratungen zusammentreffen, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Beide hätten am Donnerstag ein längeres Telefonat geführt. In deutschen Regierungskreisen wird zudem betont, dass man an einem Dreiklang im Umgang mit der Russland-Ukraine-Krise festhalten wollen: Dazu gehöre, Moskau die Unverletzbarkeit der Grenzen klarzumachen und eine gemeinsame Botschaft der Europäer und Amerikaner zu senden, dass eine Aggression gegen die Ukraine einen hohen Preis haben werde. Gleichzeitig wolle man aber die Dialogbereitschaft gegenüber Russland unterstreichen und das Land drittens möglichst in Verhandlungen über die Sicherheit in Europa einbinden.

Ziel der deutschen Seite bleibe es, dazu möglichst schnell wieder Gespräche im sogenannten Normandie-Format zu ermöglichen. In dem Format beraten Deutschland, Frankreich, die Ukraine und Russland über die Situation in der von prorussischen Separatisten kontrollierten Ostukraine. Bereits am Dienstag hatte Kanzler Olaf Scholz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert.

Hintergrund sind die Spannungen durch den russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Nach Angaben eines auf Satellitenbilder spezialisierten US-Unternehmens hatte Russland seine Truppen an der Ostgrenze der Ukraine und auf der Krim auch in den vergangenen Wochen weiter verstärkt.

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