Ukraine-Krieg Russischer Verteidigungsminister Schoigu meldet Einnahme von Mariupol

Präsident Putin ordnet an, das von ukrainischen Einheiten noch gehaltene Stahlwerk Asowstal nicht zu stürmen. Nach Darstellung Schoigus sind die ukrainischen Verbände vollständig blockiert.

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Russland hat nach eigenen Angaben die umkämpfte Stadt eingenommen. Quelle: Reuters

Das russische Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu die umkämpfte südostukrainische Hafenstadt Mariupol unter seine Kontrolle gebracht. Das teilte Schoigu am Donnerstag bei einem mit Kremlchef Wladimir Putin im Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit. „Die verbliebenen ukrainischen Kampfeinheiten haben sich auf dem Industriegelände der Fabrik Asovwtal verschanzt“, sagte Schoigu.

Präsident Putin ordnete an, das Stahlwerk Asowstal nicht zu stürmen. Ein entsprechender Befehl solle zurückgenommen werden. Allen Gefangenen werde das Leben garantiert, sagte Putin. Er sprach von einem Erfolg und der „Befreiung Mariupol“ und ordnete an, die beteiligten Militärs auszuzeichnen. „Sie sind alle Helden“, sagte Putin.

Nach Darstellung Schoigus sind die ukrainischen Einheiten vollständig blockiert. Der Minister versicherte, dass die Fabrik in drei bis vier Tagen ebenfalls eingenommen werden solle. Über die angebotenen humanitären Korridore habe niemand das Werk verlassen, sagte der Minister. Zuvor hatte die ukrainische Seite Verhandlungen vorgeschlagen über das Schicksal der Kämpfer und die Rettung von Zivilisten, die in dem Werk Zuflucht gesucht hätten.

Mehr: Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen im Ukrainekrieg im Liveblog

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