Ukraine-Krise Nach Biden-Telefonat: Westen sieht „sehr reale“ Gefahr russischen Angriffs auf Ukraine

Der Westen will diplomatische Wege in der Ukraine-Krise offen halten. Darin seien sich die Staats- und Regierungschefs nach einem Telefonat mit Biden einig gewesen.

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Der US-Präsident hat sich am Abend telefonisch mit Verbündeten ausgetauscht. Foto: Uncredited/The White House/AP/dpa Quelle: dpa

Westliche Demokratien schätzen die Gefahr eines russischen Angriffs auf die Ukraine nach Angaben Deutschlands als „sehr real“ ein. Nach einer Beratung von US-Präsident Joe Biden, Bundeskanzler Olaf Scholz und weiteren Staats- und Regierungschefs teilte der deutsche Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag mit, man sei sich einig gewesen, dass Russland ein Signal der Deeskalation geben müsse.

Zentrale Aufgabe sei jetzt, das Fenster für die Diplomatie offen zu halten. In diesem Sinne wolle man auch die jüngste russische Antwort an die US-Regierung bewerten. Die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen für die Ostukraine müsse im Normandie-Format von Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland fortgesetzt werden.

Die westlichen Regierungen hätten der Ukraine erneut „ihre fortdauernde Solidarität und Unterstützung“ ausgedrückt, teilte Hebestreit mit. Zugleich hätten sie bekräftigt, im Falle einer weiteren russischen Aggression gegen die Ukraine zu sehr tiefgreifenden Maßnahmen gegen Russland bereit zu sein. Neben Scholz und Biden nahmen der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Boris Johnson, die Präsidenten Polens und Rumäniens, der kanadische Ministerpräsident sowie die Spitzen der EU und der Nato teil.

Mehr: Alle News zur Ukraine-Krise lesen Sie im Newsblog.

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