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Umschuldung Wegen Niedrigzinsen – Griechenland will IWF-Kredite frühzeitig tilgen

Weil die Aufnahme von Krediten für die griechische Regierung mittlerweile günstiger ist als die IWF-Kredite, plant sie eine Tilgung und Umschuldung.

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Die Regierung in Athen konnte zuletzt wieder eine zehnjährige Anleihe platzieren. Quelle: dpa

Athen Griechenland will in den kommenden Wochen einen großen Teil seiner Schulden an den Internationalen Währungsfonds (IWF) frühzeitig tilgen. Dies kündigte am Dienstag der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos mit. „Die Schulden an den IWF sind zu teuer. Knapp über fünf Prozent und wir können uns jetzt Geld (am Geldmarkt) für etwa 3,4 Prozent leihen“, sagte Tsakalotos am Dienstag dem Radiosender RThess 94,5 aus Thessaloniki.

Es gehe dabei um IWF-Kredite in Höhe von rund vier Milliarden Euro. „Wenn Du frühzeitig tilgst, gewinnst du Geld und man kann dann die Steuern senken“, fügte der Finanzminister hinzu.

Bis 2024 muss Griechenland an den IWF noch 9,5 Milliarden Euro zurückzahlen. Der IWF hatte sich am griechischen Rettungsprogramm seit 2010 mit knapp 32 Milliarden Euro beteiligt. Der größte Teil ist bereits von den Griechen zurückgezahlt worden.

Griechenlands letztes Spar- und Reformprogramm endete im August 2018. Athen versucht seitdem wieder auf eigenen Beinen zu stehen und sich selbst Geld am Kapitalmarkt zu leihen. Am 5. März konnte das Land erstmals nach 2010 eine zehnjährige Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro platzieren, allerdings zu einem relativ hohen Zinssatz von 3,9 Prozent.

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